Die Verbreitung von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) hat inzwischen in fast allen Branchen Einzug gehalten und sowohl zur Anpassung von Unternehmensorganisationen als auch zur Neustrukturierung von Unternehmensprozessen geführt. Dieses Charakteristikum von IKT, zu komplementären Maßnahmen in Unternehmen zu befähigen, begründet die positiven Auswirkungen auf die Produktivität und damit die Bedeutung für die Wettbewerbsfähigkeit von IKT für die Unternehmen.

Bei der Neustrukturierung von Prozessen gewinnt das so genannte Business Process Outsourcing (BPO) zunehmend an Bedeutung. Hierbei werden insbesondere Geschäftsprozesse an externe Dienstleister ausgelagert, die vornehmlich nicht zum Kerngeschäft des Unternehmens gehören, wie z.B. die Buchhaltung, Personalwesen, Beschaffung und Vertrieb, Marketing oder Kundenservice. Die inzwischen vorhandene starke Verzahnung von Geschäftsprozessen mit IKT ermöglicht oft erst eine Auslagerung.

In dem Forschungsprojekt wurde untersucht, welche Geschäftsprozesse an externe Dienstleistungsanbieter ausgelagert werden. Ferner wurde aufgezeigt, welche Charakteristika die auslagernden Unternehmen von den nicht auslagernden Unternehmen unterscheiden und welche Rolle die IKT-Intensität eines Unternehmens für die Auslagerungsentscheidung gespielt hat. Da IT-Outsourcing in der Literatur oft als "enabler" für weitere Auslagerungsaktivitäten der Unternehmen angesehen wird, wurde auch dieser Zusammenhang analysiert. Ein letzter Analyseschritt beschäftigte sich mit der Wirkung der Auslagerung von Geschäftsprozessen auf unternehmensspezifische Erfolgsvariablen, insbesondere auf die Arbeitsproduktivität.

Die aufgeführten Fragestellungen wurden auf Basis der Daten aus der ZEW IKT-Umfrage analysiert. Die IKT-Umfrage umfasst eine repräsentative Stichprobe von Unternehmen aus dem verarbeitenden Gewerbe und aus dem Dienstleistungssektor in Deutschland.

Ausgewählte Publikationen

Discussion Papers und Working Papers

Zuwendungsgeber

Förderkreis Wissenschaft und Praxis am Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung e.V., Mannheim, DE

Projektzeitraum

01.01.2008 - 30.09.2008

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