In ihrem Strategiepapier „Europe 2020“ hat sich die Europäische Union (EU) ambitionierte Klimaschutzziele gesteckt. Infolge dessen plant die EU unter anderem, gezielt Maßnahmen zur Reduktion von CO2-Emissionen im Schiffsverkehr einzuführen und hat bereits angedeutet, dass sofern kein entsprechendes internationales Übereinkommen auf der Ebene der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation (IMO) zeitnah zustande kommt, sie auch einseitig tätig wird. Mittlerweile hat die EU damit begonnen, unterschiedliche Instrumente zur Emissionsreduktion in der Schifffahrt hinsichtlich deren Wirksamkeit und Kosteneffizienz zu evaluieren. Vor diesem Hintergrund widmete sich das Projekt im Wesentlichen drei Forschungsfragen: Erstens, wie muss ein regionales Instrument zur Reduktion von Treibhausgasemissionen im Schiffsverkehr gestaltet sein, damit zum Bespiel Wettbewerbsverzerrungen und „Carbon Leakage“ minimiert werden? Zweitens, welche Besonderheiten sind bei einer EU-weiten Lösung aus juristischer Sicht zu berücksichtigen? Drittens, welche Auswirkungen hat die Umsetzung eines solchen regionalen Ansatzes auf die deutsche und europäische Wirtschaft? Die Analyse erfolgte dabei zunächst durch die Aufarbeitung der in diesem Kontext relevanten theoretischen und empirischen Literatur. Aufbauend auf diese theoretische sowie qualitative Untersuchung wurden anschließend mögliche negative Auswirkungen eines regionalen Instruments auf die deutsche und europäische Wirtschaft mit Hilfe von Simulationsrechnungen quantifiziert.

Verwandte Veranstaltungen