30.10.2015 · ZEW (jpr)
Termine und Nachrichten

Euroraum

Die Staaten der Eurozone stehen derzeit vor einer kritischen, wegweisenden Entscheidung über die eigene Zukunft. "Die weichen Budgetrestriktionen der Eurozone untergraben jegliche Finanzdisziplin", so Prof. Dr. Clemens Fuest, Präsident des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW). "Uns droht die Finanzierung von Schulden durch die Notenpresse", fasste der Ökonom die drängenden Probleme des Europäischen Wirtschaftsraums zusammen. In seinem Vortrag "Die Europäische Währungsunion am Scheideweg", den er als Teil der Vortragsreihe "Wirtschaftspolitik aus erster Hand" am 29. Oktober 2015 am ZEW in Mannheim hielt, verdeutlichte Fuest, dass eine gemeinsame Haftung für Schulden nur mit einer gemeinsamen Kontrolle möglich sei - was kurzfristig allerdings eine Illusion bleiben muss.
10.10.2015 · ZEW (jpr/fkr)
SEEK

SEEK

Die wirtschaftlichen Unterschiede zwischen den Staaten der Eurozone werden zunehmend größer. Während sich die Konjunktur in Deutschland weitgehend stabil entwickelt, kämpfen Länder wie Griechenland und Portugal noch immer mit den Folgen der Staatsschuldenkrise. Daher widmete sich die diesjährige Konferenz des Forschungsprogramms "Strengthening Efficiency and Competitiveness in the European Knowledge Economies" (SEEK) am Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim der Frage: Wie können Investitionen in Innovationen und Unternehmensgründungen dazu beitragen, die wachsende Kluft zwischen den Volkswirtschaften der Eurozone zu schließen? Am ersten Konferenztag, diskutierten hochrangige Redner aus Politik und Wissenschaft, wie der Chefvolkswirt der Europäischen Zentralbank (EZB), Peter Praet, und Mario Monti, ehemaliger Ministerpräsident Italiens, über die neuralgischen Punkte, an denen die Brüsseler Politik das Innovationsgeschehen in Europa aktiv fördern kann.
18.09.2015 · ZEW (ggr/mye)
ZEW Lunch Debate in Brüssel

Zu einer seiner regelmäßigen Lunch Debates hatte das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) im September 2015 in die Landesvertretung von Baden-Württemberg in Brüssel eingeladen. Thema der Veranstaltung war diesmal der neue finanzpolitische Ordnungsrahmen für Europa. Im Zentrum stand die Frage, ob diese neue Ordnung einen Quantensprung darstellt oder das Papier nicht wert ist, auf dem sie geschrieben steht.
01.07.2015 · ZEW (fkr/ybr)
ZEW Lunch Debate in Brüssel

Die Wettbewerbspolitik hat sich über die Jahre zu einer ureigenen Domäne der Europäischen Kommission entwickelt. Der Kampf gegen Kartelle genießt dabei die höchste Priorität. Schärfste Waffe der Kommission auf diesem Gebiet ist ihr Kronzeugenprogramm. Kartellmitglieder haben dadurch die Möglichkeit, die extrem hohen Geldbußen teilweise oder sogar ganz zu umgehen, also ohne Strafe davonzukommen. Wie wirksam die EU-Instrumente zur Aufdeckung von Kartellen wirklich sind, stand bei der jüngsten ZEW Lunch Debate am 1. Juli 2015 in der Brüsseler Vertretung des Landes Baden-Württemberg bei der EU auf dem Prüfstand.
17.06.2015 · ZEW (pdo/kko/fkr)
ZEW Lunch Debate in Brüssel

MannheimTaxation | Steuervermeidung

Aggressive Steuerplanung und Steuervermeidung multinationaler Konzerne sind ein lukrativer Segen für die Unternehmen selbst – und ein Fluch für nationale Steuerbehörden und -zahler. Können international agierende Großkonzerne in Europa angemessen besteuert werden? Welche Lehren lassen sich aus Affären wie "Luxleaks" ziehen und was geht tatsächlich verloren, wenn Unternehmen Steuern vermeiden, indem sie sich günstige Standorte suchen? Die Sonderedition "MaTax Policy Meeting" der Diskussionsreihe ZEW Lunch Debates am 16. Juni 2015 in der Brüsseler Vertretung des Landes Baden-Württemberg bei der EU ging diesen Fragen nach. Prof. Dr. Katharina Finke, stellvertretende Leiterin des Forschungsbereichs "Unternehmensbesteuerung und Öffentliche Finanzwirtschaft" am Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) und Juniorprofessorin für Betriebswirtschaftliche Steuerlehre an der Universität Mannheim, zeigte in ihrer Präsentation zu Beginn der Debatte nicht nur auf, dass multinationale Konzerne aufgrund ihrer Struktur hochmobil sind. Auch die unterschiedlichen Steuerrechtssysteme in den EU-Mitgliedstaaten begünstigen aggressive Steuerplanung.