In dem vorgestellten Papier werden administrative Daten zu Arbeitnehmern/-innen in Italien genutzt, um firmenspezifische Effekte auf individuelle Lohndynamiken zu untersuchen. Es wird eine neue Identifikationsstrategie für unternehmensbezogene Lohnkomponenten vorgeschlagen, die sich auf Informationen zu der Kovarianzstruktur der Mitarbeiterlöhne stützt. Die Lohnungleichheit verdreifacht sich im Laufe des Arbeitslebens. Während die Gehaltsunterschiede bei jungen Arbeitnehmern/-innen im Wesentlichen auf firmenspezifische Heterogenität zurückzuführen sind, wird das zunehmende Lohngefälle im Verlauf des Arbeitslebens von individuellen idiosynkratischen Fähigkeiten vorangetrieben. Das Aussortieren von Arbeiternehmern/-innen ist die wichtigste Ursache für die firmenspezifische Ungleichheit über den Lebensverlauf. In statischen Modellen, in denen lebenszyklische Dynamiken unberücksichtigt bleiben, wird die Bedeutung des Aussortierens unterschätzt, wohingegen der Einfluss von Matching- und Unternehmenseffekten überschätzt wird.

Redner

Lorenzo Cappellari

Università Cattolica del Sacro Cuore, Mailand, Italien

Standort

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Termin

10.10.2019 | 14:00 - 15:15

Veranstaltungsort

ZEW – Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung

L 7, 1 68161 Mannheim

Raum

Heinz-König-Hall