Phänomene wie die Globalisierung, Digitalisierung, der demografische Wandel und der Klimawandel bewirken tiefgreifende Veränderungen in Wirtschaft und Gesellschaft. Diese Transformationen bieten neue Wachstumschancen, erhöhen aber auch das Risiko, dass sich immer mehr Menschen in instabilen Arbeitsverhältnissen mit befristeten oder Teilzeit-Verträgen wiederfinden, häufig auch mit niedrigem und unregelmäßigem Einkommen. Wie wirken sich diese Entwicklungen auf die soziale Sicherung der Arbeitnehmer/innen aus? Die meisten Sozialsysteme sind auf stabile, lineare Karrieren – oft bei ein und demselben Arbeitgeber – ausgelegt. Karrieremuster, die von diesem Modell abweichen, laufen Gefahr durchs Raster zu fallen. Während alle Bereiche der sozialen Sicherung angesichts der Veränderungen in der Arbeitswelt vor vielfältigen Herausforderungen stehen, ist ein Bereich durch seine Langzeitwirkung ganz besonders betroffen, nämlich die Altersabsicherung. Da Rentenansprüche im Laufe des Arbeitslebens erworben werden, ist es wichtig, regelmäßig eingezahlt zu haben, um später adäquate Rentenbezüge zu erhalten. Viele Länder haben dies seit langem erkannt und daher verbindliche Rentensysteme eingeführt. Zudem werden Anreize zur freiwilligen betrieblichen und privaten Altersvorsorge geschaffen. Schwierigkeiten bereitet allerdings das Sicherstellen der Altersabsicherung atypischer Arbeitnehmer/innen, insbesondere von Selbstständigen. In dem Vortrag wird diskutiert, wie die verschiedenen OECD-Länder mit dieser Herausforderung umgehen und wie sich politische Maßnahmen auf die Rentenansprüche atypischer Arbeitnehmer/innen auswirken.

Rednerin

Monika Queisser

Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), Paris, Frankreich

Standort

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Termin

11.12.2019 | 12:00 - 13:30

Veranstaltungsort

ZEW – Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung

L 7, 1 68161 Mannheim

Raum

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