In einem stufenweisen öffentlichen-Gut-Experiment wird untersucht, wie die Reihenfolge der Spielzüge (simultan vs. sequentiell) und die Einführung einer zweiten Ebene, die im gewöhnlichen Nash-Gleichgewicht nicht realisierbar ist, die Bereitstellung öffentlicher Güter in einem Zwei-Spieler-Spiel beeinflusst. Wir stellen fest, dass durch die sequentielle Reihenfolge der Spielzüge die Bereitstellung öffentlicher Güter deutlich verbessert und die Payoffs erhöht werden, obwohl Zweitziehende sich oft für eine Bestrafung entscheiden, wenn der Erstziehende weniger als die Hälfte des Schwellenbeitrages abgibt. Die zusätzliche Ebene führt zu höheren Beiträgen, verbessert allerdings nicht die Bereitstellung öffentlicher Güter und verringert die Payoffs. Auf Basis eines bereits zur Verfügung stehenden experimentellen Datensatzes kalibrieren wir das Modell der Ungleichheitsaversion von Fehr und Schmidt (1999) um quantitative Vorhersagen zu machen. Es zeigt sich, dass diese Vorhersagen auf quantitativer Ebene ausgesprochen gut mit dem tatsächlichen Verhalten übereinstimmen. Allerdings stoßen wir auch auf zwei Widersprüche zu den Vorhersagen des Modells.

Redner/-in

Holger Rau

Universität Düsseldorf

Das englischsprachige Paper zum Thema "Step-Level Public Goods: Experimental Evidence" steht als PDF-Datei, 580 KB zur Verfügung.

Termin

24.11.2011 | 16:00-17:30

Veranstaltungsort

ZEW, L 7,1 D-68161 Mannheim

Raum

Hamburg

Kontakt

Senior Researcher