Politische Entscheidungsträger fördern Gründerinnen und Gründer derzeit zunehmend mit dem Ziel, nachhaltig Wirtschaftskrisen und Arbeitslosigkeit zu bekämpfen. Wir wissen jedoch nicht, ob solche Maßnahmen tatsächlich langfristig wirksam sind. Das dauerhafte Überleben und Wachstum junger Unternehmen hängt entscheidend von den Fähigkeiten der Gründer und deren Investitionen in (qualifizierte) Beschäftigung ab. Bislang ist wenig darüber bekannt, wie sich Krisen auf den Aufbau von Beschäftigung in jungen Unternehmen auswirken. Sind Unternehmen, die während einer Krise gegründet werden, von Beginn an benachteiligt? Oder ist es für diese Gründungen aufgrund geringerer Konkurrenz mit etablierten Unternehmen am Arbeitsmarkt einfacher, einen für ihr Unternehmen geeigneten Mitarbeiterstamm aufzubauen?Um wirksame politische Maßnahmen zu entwickeln, die die Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft europäischer Volkswirtschaften fördern, sollten wir die Antworten auf diese Fragen kennen. Sie sind daher Thema eines unter dem SEEK-Programm geförderten gemeinsamen Projekts deutscher und portugiesischer Wirtschaftsforscher. Ziel des durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg unterstützten und am Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim koordinierten SEEK-Forschungsprogramms ist es, durch anwendungsorientierte Forschungsarbeiten, drängende Fragen der europäischen Wirtschaftspolitik zu analysieren.

Podiumsdiskussion

Wir möchten im Dialog zwischen Politik und Wissenschaft konkrete Implikationen für die Förderung junger und mittelständischer Unternehmen während Krisen entwickeln und diskutieren. Dabei sollen insbesondere Impulsen durch die Förderung von KMU in Krisensituationen besondere Beachtung geschenkt werden. Zudem möchten wir Strategien für junge Unternehmen zur Gewinnung von Beschäftigten während Krisen sowie langfristige Wachstumsstrategien diskutieren.

Einladung

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Die Diskussionssprache ist Englisch. Es erfolgt eine Simultanverdolmetschung auf Deutsch.

Termin

11.11.2015 - 12.11.2015

Veranstaltungsort

Vertretung des Landes Hessen bei der EURue Montoyer 21, B-1000 Brüssel

Kontakt

Advanced Researcher