In diesem Vortrag werden erste Belege zur Rolle der Berufswahl und erworbener Kompetenzen bei der Selektion von Zuwanderern vorgestellt. Durch die Kombination neuer Daten aus einer repräsentativen Umfrage zu den Tätigkeiten mexikanischer Arbeiter/innen mit umfassenden Daten auf Arbeitnehmer-Ebene wurde festgestellt, dass mexikanische Einwanderer in den Vereinigten Staaten über mehr handwerkliche und weniger kognitive Fähigkeiten verfügen als Nicht-Migranten/-innen. Diese Ergebnisse gelten sowohl innerhalb eng definierter Region-/Industrie-/Beschäftigungs-Zellen als auch für alle Bildungsniveaus. Die Erkenntnisse weisen darauf hin, dass die Selektionsmuster – gemäß dem Roy-Borjas-Selektionsmodell – auf die unterschiedlichen Erträge, die Arbeitnehmer/innen aus ihren beruflichen Fähigkeiten in den Vereinigten Staaten und Mexiko erzielen, zurückzuführen sind. Berufliche Kompetenzen sind für die Erfassung der ökonomischen Motive für Migration somit wichtiger, als dies bisher bei der Beschreibung von Arbeitnehmermerkmalen ausgewiesen wurde.

Redner

Jens Ruhose

Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover

Standort

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Termin

04.07.2019 | 14:00 - 15:15

Veranstaltungsort

ZEW – Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung

L 7, 1 68161 Mannheim

Raum

Heinz-König-Hall

Kontakt

Senior Researcher