In diesem Papier werden die (nicht-mechanischen, indirekten) Auswirkungen der kürzlich errichteten Wasserkraftwerke im brasilianischen Amazonasgebiet auf lokale Abholzungsmuster geschätzt. Mithilfe der synthetischen Kontrollmethode werden dabei die kausalen Effekte jedes Wasserkraftwerks auf die Bewaldungsfläche an verschiedenen Perimetern rund um die Baustelle identifiziert. Die Ergebnisse für die verschiedenen Wasserkraftwerke sind gemischt: Während einige Kraftwerke die Abholzung vorantreiben, ergeben sich für andere Werke vernachlässigbare oder sogar indirekte positive lokale Effekte, da sie die Abforstung im Umkreis von 15 bis 50 Kilometern um die Wasserkraftwerke herum verhindern. Die Analyse der Ursache dieser Heterogenität zeigt, dass die politische Einflussnahme auf die Genehmigungsverfahren eine wichtige Rolle gespielt hat. Insgesamt war der Bau der 11 Anlagen im Amazonasgebiet für 7% der beobachteten Abholzung in Gebieten im Umkreis von 50 Kilometern rund um die Baustelle verantwortlich.

Redner

Dimitri Szerman

Universität Mannheim

Standort

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Termin

16.07.2019 | 12:30 - 14:00

Veranstaltungsort

ZEW – Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung

L 7, 1 68161 Mannheim

Raum

Heinz-König-Hall

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