Im vorgestellten Papier werden die Präferenzen von Einzelpersonen für die Entwicklung erneuerbarer Energien in Polen untersucht. Hauptziel ist es zu erforschen, ob die persönliche Überzeugung der Befragten hinsichtlich negativer Effekte von Windkraftanlagen deren Präferenzen zur Vermeidung von Externalitäten beeinflussen, die sich aus der Gewinnung erneuerbarer Energien in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft ergeben. In der Studie wurde sich auf Windkraft konzentriert, da diese unter allen erneuerbaren Energiequellen in Polen die dynamischste Entwicklung vollzogen hat. Die Präferenzen zur Vermeidung erneuerbarer Energie-Externalitäten werden anhand eines Choice Experiments erhoben. Für die Analyse wird ein theoretisch robuster ökonometrischer Ansatz verwendet, nämlich das hybride Mixed Logit Modell. Die Analyse von Daten aus einer großen Stichprobe der polnischen Bevölkerung zeigt, dass die persönliche Einstellung zu Windkraftanlagen deutliche Auswirkungen auf die Präferenzen der Befragten bezüglich der Entwicklung erneuerbarer Energien hat. Befragte, die generell eine Meinung über mögliche Auswirkungen von Windkraftanlagen haben, unabhängig davon, ob sie glauben oder bestreiten, dass es solche Auswirkungen gibt, wünschen sich ein Mitsprachrecht beim Ausbau erneuerbarer Energien in ihrer Nachbarschaft. Latente Überzeugungen, dass Windkraft nicht schädlich ist, erhöhen die Präferenzen der Befragten für die Durchführung von Windenergieprojekten und verstärken die Präferenzen gegen den Ausbau von Solarenergie. Diese intrinsischen Überzeugungen scheinen auch signifikant mit dem Grenznutzen des Geldes der Befragten zu korrelieren.

Rednerin

Anna Bartczak

Universität Warschau, Polen

Standort

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Termin

20.01.2020 | 14:00 - 15:30

Veranstaltungsort

ZEW – Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung

L 7, 1 68161 Mannheim

Raum

Heinz-König-Hall

Kontakt

Stellvertretende Leitung