Das vorgestellte Papier analysiert, wie die wirtschaftlichen Bedingungen zum Zeitpunkt der Ankunft die wirtschaftliche Integration von zugewanderten Familien in den USA beeinflussen. Um diesen Zusammenhang zu untersuchen, macht sich die Analyse die jahrelangen Wartezeiten auf die Visa-Erteilung zunutze, die die Migrationsentscheidung von den wirtschaftlichen Bedingungen zum Zeitpunkt der Ankunft entkoppeln. Die Autoren stellen fest, dass die wirtschaftlichen Ausgangsbedingungen erhebliche Auswirkungen auf die Integration von Migrantenfamilien haben. Eine um einen Prozentpunkt höhere anfängliche Arbeitslosenquote verringert das Lohneinkommen kurzfristig um vier Prozent und langfristig um 2,5 Prozent. Dies ist das Ergebnis einer deutlichen beruflichen Herabstufung. Migrantenfamilien, die während einer Rezession einwandern, greifen auf ethnische Netzwerke zurück, um die negativen Arbeitsmarkteffekte abzumildern. Außerdem wohnen sie mit größerer Wahrscheinlichkeit bei Familienmitgliedern, was ihre geografische Mobilität verringert.

Termin

25.05.2020 | 14:00 - 15:15

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