"Globalisierung" ist ein Begriff der Gegenwartsdiagnose: die letzten Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts markieren, so heißt es oft, den Beginn der Epoche der Globalisierung. Daß viele Aspekte unseres Daseins heute nur noch im Zusammenhang weltweiter Verflechtungen verstanden werden können, ist ein Gemeinplatz. Doch solche Verflechtungen haben auch in der Vergangenheit eine größere Rolle gespielt, als es im gängigen Geschichtsbild zum Ausdruck kommt. Der Vortrag geht der Frage nach, welcher Art diese Verflechtungen waren, welche Auswirkungen sie auf einzelne Menschen und Gesellschaften hatten, wie sie funktionierten, und ob sie sich wirklich zu einem Prozeß eigenen Charakters summierten, der es rechtfertigt, den neu geschaffenen Begriff der "Globalisierung" dafür zu verwenden.

Redner/-in

Niels Petersson

Universität Konstanz

Termin

01.07.2004 | 16:00 - 17:30

Veranstaltungsort

ZEW, L 7,1 D-68161 Mannheim

Raum

Straßburg

Kontakt

Research Associate