1. 03.11.2021 · ZEW (ssi/rha)
    Forschung
    Gewerbesteuer | Innovation | Forschung und Entwicklung
    Finger drückt auf einen transparenten Button, auf dem Innovation steht.

    Eine Erhöhung der Gewerbesteuer wirkt sich negativ auf die Innovationskraft von Unternehmen sowie auf das Wirtschaftswachstum in Deutschland aus. Forschung und Entwicklung werden im Zuge höherer Belastungen verlagert oder ganz aufgebeben. In deren Folge schrumpft auch die Anzahl angemeldeter Patente und damit die Konkurrenzfähigkeit im Wettbewerb. Zu diesem Ergebnis kommt ein internationales Wissenschaftsteam, das die hemmenden Wirkungen von sich ändernden Gewerbesteuerhebesätzen über einen Zeitraum von knapp drei Jahrzehnten betrachtet hat. „Bei steigenden Steuern für Betriebe sinken deren Ausgaben für Forschung und Entwicklung – und zwar unabhängig von der Betriebsgröße. Hier lohnt es sich für die Politik, genauer hinzuschauen. Denn derzeit werden spezielle Steueranreize für Forschung und Entwicklung oftmals eng an die Betriebsgröße geknüpft“, sagt Prof. Dr. Sebastian Siegloch, Leiter des ZEW-Forschungsbereichs „Soziale Sicherung und Verteilung“. Die 2019 in Deutschland eingeführte Forschungszulage steht allen forschenden Unternehmen zur Verfügung und ist in dieser Hinsicht gut ausgestaltet.

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  2. 02.11.2021 · ZEW (fhe/rha)
    Forschung
    Öffentlicher Haushalt | Ausgaben | Öffentliche Ausgaben
    ZEW-Studie zur „Zukunftsquote“.

    Die öffentlichen Haushalte in Deutschland müssen in den kommenden Jahren in erheblichem Umfang Mittel für Langfristziele auf den Gebieten Klima-, Bildungs- und Innovationspolitik mobilisieren. Aufgaben auf diesen Feldern stehen dabei in Budgetkonkurrenz mit Politikbereichen, die in der Gegenwart einen hohen Nutzen stiften und daher politisch eine starke Unterstützung genießen. Im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung hat das ZEW nun eine „Zukunftsquote“ konzipiert und erstmalig für den Bundeshaushalt berechnet. Diese Zukunftsquote gibt an, in welchem Umfang der Haushalt Mittel für Ziele bereitstellt, die erst in der mittleren oder ferneren Zukunft einen Nutzen stiften werden. Für 2019 und damit den letzten Bundeshaushalt vor der Pandemie beziffert die Studie die Zukunftsquote des Bundeshaushalts mit 18,3 Prozent. Das ZEW empfiehlt die Nutzung einer solchen Zukunftsquote für die Haushalte von Bund und Ländern als hilfreichen neuen Kompass, welcher einer übermäßigen Gegenwartsorientierung entgegen wirken könnte.

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  3. 31.10.2021 · ZEW (mkn/rha)
    Forschung
    ZEW policy brief | UN-Klimakonferenz | Klimaschutz | Emissionsreduktionen
    ZEW policy brief zur Gründung eines Klimaklubs

    Klimaschutz braucht effektivere Anreizsysteme, um die Staaten zu einer stärkeren Vermeidung von Treibhausgasemissionen zu bewegen. Aus Sicht des ZEW besteht auf der UN-Klimakonferenz in Glasgow (COP26) jetzt die Chance, zumindest über einen Klimaklub zu verhandeln, wenn nicht sogar ihn zu gründen. Dies wäre ein wirksamer Schritt, um das Ambitionsniveau für den Klimaschutz zu steigern. Für ZEW-Ökonomen ist es dagegen fraglich, ob die im Pariser Klimaabkommen vereinbarte schrittweise Erhöhung der länderspezifischen Klimaschutzbeiträge wirklich geeignet ist, das globale Klimaschutzziel zu erreichen. Laut Berechnungen von Climate Action Tracker haben nämlich zahlreiche Länder bisher kaum Ambitionen entwickelt, ihre Reduktionsziele zu verschärfen. Gleichzeitig sind nur wenige Mitgliedstaaten des Pariser Abkommens auf Kurs mit dem 2-Grad-Ziel. Grund für die Zögerlichkeit vieler Staaten ist sicher auch das Kalkül, sie können von den Anstrengungen anderer profitieren, ohne selbst viel zum Klimaschutz beitragen zu müssen.

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  4. 21.10.2021 · ZEW (der/ybr)
    Forschung
    Crowdworking | Digitalisierung | Informationswirtschaft | Verarbeitendes Gewerbe

    Die Nutzung von Crowdworking-Plattformen durch Unternehmen in Deutschland ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen. „Im Jahr 2020 setzten 8,2 Prozent der Unternehmen in der Informationswirtschaft und 6,1 Prozent der Unternehmen im Verarbeitenden Gewerbe Crowdworking ein“, sagt Dr. Daniel Erdsiek, Wissenschaftler im Forschungsbereich „Digitale Ökonomie“ am ZEW Mannheim. „Darüber hinaus plante etwa ein Prozent der Unternehmen, bis Ende des Jahres 2021 mit dem Einsatz von Crowdworking zu beginnen“. 

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  5. 08.10.2021 · ZEW (csp/lfi/sel)
    Forschung
    Fremdkapital | Fremdkapitalbeschaffung | Eigenkapital | Steuern und Steuerwissenschaft | Steuerbegünstigung | Investition und Finanzierung
    ZEW policy brief zu Lösungsstrategien rund um das debt-equity-bias.

    Die wirtschaftlichen Folgen der COVID-19-Pandemie haben die Verschuldung der Unternehmen erhöht und ihre Investitionstätigkeit verringert. Zur Finanzierung von Investitionen können Unternehmen sowohl Eigen- als auch Fremdkapital einsetzen. Aus steuerlicher Sicht sind Zinszahlungen für Fremdkapital grundsätzlich von der Bemessungsgrundlage abzugsfähig; Eigenkapitalkosten in der Regel nicht. Folglich kommt es zu einer steuerlichen Begünstigung der Fremd- gegenüber der Eigenkapitalfinanzierung – dem sogenannten Debt-Equity Bias. Dieser stellt ein tief verwurzeltes Problem im heutigen Steuersystem dar und hemmt die Investitionsfinanzierung durch Eigenkapital. Ein aktueller ZEW policy brief zeigt, dass der Debt-Equity Bias nicht durch eine Harmonisierung auf europäischer Ebene zu lösen ist. Stattdessen empfehlen die Wissenschaftler/innen diese steuerliche Verzerrung auf nationaler Ebene zu beseitigen, beispielsweise durch die Einführung einer dualen Einkommensteuer.

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  6. 20.09.2021 · ZEW (awh/sel)
    Forschung
    Soziale Ungleichheit | Regionale Entwicklung | Deutschland
    Symbolbild vieler Einfamilienhäuser im Grünen.

    Die regionale Ungleichheit in Deutschland stagniert bei den meisten Indikatoren seit 2010. Dabei ist die Schaffung „gleichwertiger Lebensverhältnisse“ erklärtes Ziel der Politik. Neben den wirtschaftlichen Unterschieden zwischen Ost-und Westdeutschland zeigt sich auch ein starkes Nord-Süd-Gefälle in der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit. Eine schwache wirtschaftliche Entwicklung hat wiederum oftmals negative Auswirkungen auf das öffentliche Angebot wie etwa Kita-Plätze oder Verkehrsinfrastruktur. Ein erhöhtes Maß an kommunaler Verschuldung führt wiederum zu geringen finanziellen Spielräumen, womit sich die Unterschiede in der regionalen Leistungsfähigkeit verfestigen.

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  7. 16.09.2021 · ZEW (awh/rha)
    Forschung
    Altersvorsorge | Altersforschung | Private Rentenversicherung
    Symbolbild einer älteren Dame, die Münzen zählt.

    Im Alter kommt es bei fast jedem dritten Haushalt zu einer Lücke zwischen Gehalt und Einkünften im Ruhestand. Die private Altersvorsorge hat entsprechend an Bedeutung gewonnen, auch wenn die Riester-Rente zunehmend in die Kritik gerät. In anderen Ländern  existieren dagegen Vorbilder dafür, wie dem Umlagesystem der gesetzlichen Altersvorsorge ein Kapitaldeckungssystem zur Seite gestellt werden kann. Angeboten werden standardisierte Altersvorsorgeprodukte, bei denen Haushalte einerseits vom Kapitalmarkt profitieren und gleichzeitig ihre Renteneinkünfte diversifizieren können.

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  8. 15.09.2021 · ZEW (jab/lra/sel)
    Forschung
    Erneuerbare Energien | CO2-Emission | Strommarkt | Strompreis
    Bild von Erneuerbaren Energien

    Strom aus Solar- oder Windenergie verdrängt hierzulande zunehmend Elektrizität aus konventionellen Kohle- und Gaskraftwerken. Dadurch sinken sowohl die Emissionen als auch die Großhandelspreise am Energiemarkt. Von beiden Effekten profitiert nicht nur Deutschland, sondern – durch den länderübergreifenden Strommarkt – auch seine Nachbarstaaten. Die Kosten der Förderung der Erneuerbaren Energien tragen jedoch hauptsächlich die deutschen Verbraucher/innen, da sie die dafür erhobene EEG-Umlage bezahlen. Das ist das Ergebnis einer Studie von ZEW Mannheim und Potsdam Institut für Klimafolgenforschung (PIK) auf Grundlage von Erzeugungs- und Großhandelsmarktpreisdaten für zehn mitteleuropäische Länder zwischen 2015 und 2020.  

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  9. 14.09.2021 · ZEW (awh/rha)
    Forschung
    Krankenhausfinanzierung | Deutschland | Marktdesign | Gesundheitspolitik
    Foto einer Krankenschwester und ihrem Patienten bei der Arbeit.

    Ziel der Krankenhausfinanzierung in Deutschland ist die effiziente und qualitativ hochwertige Behandlung aller Patientinnen und Patienten. Derzeit erfolgt die Finanzierung dadurch, dass Krankenkassen Fallpauschalen zahlen, was Nachteile mit sich bringt. So berücksichtigt diese Form der Finanzierung nicht, dass Reservekapazitäten vorgehalten werden sollen und schnell aktiviert werden können.

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  10. 13.09.2021 · ZEW (hsh/deg)
    Forschung
    Schulen | Schüler | Schule | Analyse des Bildungswesens | Bildungschancen | Chancengleichheit | Soziale Ungleichheit
    Ärmstes Fünftel braucht jährlich 33 Stunden länger zur Schule

    In Deutschland benötigen Haushalte mit niedrigem Einkommen durchschnittlich mehr Zeit, um Kindergärten, Grundschulen und weiterführenden Schulen zu erreichen. Die Unterschiede zu wohlhabenderen Haushalten betragen zwar meist nur wenige Minuten pro Weg, aufs Jahr gesehen bedeuten diese aber eine deutliche zeitliche Mehrbelastung.

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