1. 12.10.1999 · ZEW (cbo/kvs)
    Forschung
    Atomausstieg | Kernenergie | Wettbewerb

    Ein offener Streitpunkt in den Verhandlungen zum geregelten Ausstieg aus der Atomenergie sind Länge und Bezugsbasis der Laufzeiten für die Reaktoren. Die Atomkritiker - auf politischer Ebene vor allem durch die Regierungspartei Die Grünen/Bündnis 90 vertreten - fordern Laufzeiten von maximal 25 bis 30 Kalenderjahren. Atombefürworter, insbesondere die Eigentümergesellschaften von Kernkraftwerken, beharren dagegen auf einer Laufzeit von 40 Volllastjahren, bei deren Berechnung nur die tatsächliche Betriebsdauer von Reaktoren eingeht. Strittig sind diese beiden Größen vor allem deshalb, weil von ihrer Festlegung abhängt, wann das letzte Kernkraftwerk vom Netz geht, und welche Kostenbelastung durch den Kernenergieausstieg insgesamt entsteht. Darüber hinaus bestimmt die Wahl der einen oder anderen Ausstiegsvariante, welche potenziellen Kosten auf die einzelnen Kernkraftwerkseigentümer zukommen und sind so für die Wettbewerbssituation der jeweiligen Energieunternehmen von Bedeutung. In einer aktuellen Studie hat das ZEW untersucht, wie sich ein vorzeitiger Kernenergieausstieg auf die Höhe und Verteilung der dadurch entstehenden betriebswirtschaftlichen Kosten für die Kraftwerkseigentümer auswirkt. Die Kosten eines vorzeitigen Ausstiegs wurden dabei gegenüber einem Referenzszenario gemessen, für das als wirtschaftliche Nutzungsdauer der Kraftwerke 40 Volllastjahre unterstellt sind (siehe Abbildung 1).

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  2. 08.10.1999 · ZEW (bsa/kvs)
    Forschung
    ZEW-Umfrage | Reform | Arbeitsmarkt

    Das geplante Reformpaket von Finanzminister Eichel wird keinen Einfluß auf die derzeitige Arbeitsmarktlage haben. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim, an der sich 265 Experten aus Banken, Versicherungen und Industrieunternehmen beteiligten.

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  3. 06.10.1999 · ZEW (cbo/rsw/kvs)
    Forschung
    Schadstoffverringerungen | Ökosteuerreform | Energieeinsparungen

    Umweltsteuern sind ein wichtiges, weil kosteneffizientes Instrument, um Anreize für ein umweltgerechteres Wirtschaften zu geben. Die Ökosteuerreform in Deutschland wird dieser Zielsetzung jedoch nicht gerecht. Die Kompensationsregelung für das Produzierende Gewerbe, die im Gesetz enthalten ist, beschränkt in erheblichem Maße die Anreizwirkung zur Energieeinsparung beziehungsweise Schadstoffverringerung und macht Umweltschutz teurer, als es aus gesamtwirtschaftlicher Sicht notwendig wäre. Bei "neuen", nach 1998 gegründeten ener-gieintensiven Unternehmen des Produzierenden Gewerbes wirkt die Ökosteuerreform sogar einem ihrer wesentlichen Ziele, Anreize für mehr Beschäftigung zu geben, entgegen, indem sie Entlassungen nahelegt. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Analyse des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), Mannheim.

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  4. 20.09.1999 · ZEW (dcz/kvs)
    Forschung
    Zuschauerzahlen | Fussball-Bundesliga

    Die Ursachen für die sehr unterschiedlichen Zuschauerzahlen in der deutschen Fußball-Bundesliga untersucht eine aktuelle Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), Mannheim, gemeinsam mit der Wissenschaftlichen Hochschule für Unternehmensführung (WHU), Koblenz. Es zeigt sich, daß primär die Tabellenplätze vor einem Spiel, das Wetter, die Reputation einer Mannschaft, ihre Fangemeinde und deren geographische Verteilung ausschlaggebend sind. So spielen für die Attraktivität des Geschehens auf dem Spielfeld die aktuellen Tabellenplätze vor dem Spiel eine wichtige Rolle. Der Unterschied, ob die Gastgebermannschaft vor dem Spiel Tabellenführer oder das Schlußlicht ist, kann bei sonst gleichen Bedingungen bis zu 8.000 Zuschauer pro Spiel ausmachen. Außerdem sind das Wetter und die Größe des Einzugsgebiets der Heimmannschaft von Bedeutung. Ein Temperaturunterschied von zehn Grad Celsius bringt bei ansonsten gleichen Spielbedingungen 2.200 Zuschauer mehr oder weniger ins Stadion. Pro 100.000 Einwohner des Kreises kann die Heimmannschaft etwa 800 Stadiongäste erwarten.

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  5. 08.09.1999 · ZEW (ewo/kvs)
    Forschung
    Bruttostundenlohn | Frauen

    Der Bruttostundenlohn von westdeutschen Frauen ist abhängig von ihrer Arbeitszeit. So müssen Frauen, die weniger als 20 Stunden pro Woche arbeiten, deutliche Lohnabschläge hinnehmen. Hingegen können bei Arbeitszeiten von 20 bis 38 Stunden keine signifikanten Lohnunterschiede festgestellt werden. Dies zeigt eine aktuelle Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), Mannheim, im Rahmen eines von der Fritz-Thyssen Stiftung finanziell unterstützten Forschungsprojekts zur Arbeitszeitflexibilisierung.

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  6. 18.08.1999 · ZEW (tst/kvs)
    Forschung
    European Tax Ananlyzer

    Eine Betrachtung der Steuerstruktur in anderen europäischen Staaten ergibt, daß - zumeist historisch bedingt - die Erhebung einer Vermögensteuer nicht unüblich ist. So erheben beispielsweise Dänemark, Frankreich, die Niederlande, Spanien, die Schweiz oder auch Luxemburg eine Steuer auf Vermögen. Dabei unterliegen stets natürliche Personen, in der Schweiz und Luxemburg auch juristische Personen, der Vermögensteuer. Auch in Deutschland scheint, trotz des Wegfalls der Vermögensteuer im Jahr 1997, die Diskussion um eine solche Substanzsteuer nicht obsolet zu sein.

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  7. 12.08.1999 · ZEW (cbo/kvs)
    Forschung
    Erneuerbare Energien | Kernenergie | Atomausstieg | Ausstiegskosten

    In einer aktuellen Studie hat das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), Mannheim die Kosten eines vorzeitigen Kernenergieausstiegs in Deutschland untersucht. Es zeigt sich, daß die Höhe der Kosten vor allem davon abhängt, auf welchem Weg ein von der Politik festgelegter Ausstiegszeitpunkt erreicht werden soll. So käme die Festlegung eines Ausstiegsjahres erheblich billiger als eine äquivalente Begrenzung der maximalen Nutzungsdauer für die 19 derzeit am Netz befindlichen deutschen Atommeiler. Ausgehend von der Annahme, daß beispielsweise spätestens im Jahre 2019 alle Kernkraftwerke stillgelegt sein sollten, entstünden bei einer Erreichung dieses Ausstiegsziels über eine Festlegung der Nutzungsdauer Kosten in Höhe von 26 Milliarden Mark. Bei einer einfachen Festschreibung von 2019 als Ausstiegsjahr hingegen lägen die Kosten bei lediglich sechs Milliarden Mark (jeweils bezogen auf Preise des Jahres 2000), da bei dieser Variante ältere Atommeiler bis ans Ende ihrer wirtschaftlichen Nutzungsdauer am Netz bleiben könnten.

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  8. 27.07.1999 · ZEW (nja/kvs)
    Forschung
    Bergbau | Innovationstätigkeit

    Die Innovationsaktivitäten im deutschen Verarbeitenden Gewerbe und Bergbau haben weiter zugenommen. Der Anteil innovativer Unternehmen an allen Unternehmen dieser Sektoren hat 1997 ein Niveau von 66 Prozent gegenüber 60 Prozent im Vorjahr erreicht. Trotz deutlich schrumpfender Unternehmenszahlen im Verarbeitenden Gewerbe und Bergbau ist die Zahl innovativer Unternehmen auch absolut gestiegen und hat erstmals seit 1992 wieder die Marke von 40.000 überschritten. Dies geht aus der neuen Innovationsumfrage des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW); Mannheim, hervor. Das ZEW hat im Jahr 1998 im Rahmen einer repräsentativen Erhebung 5745 Unternehmen zu ihren Innovationsaktivitäten befragt und die Ergebnisse für Deutschland hochgerechnet. Nach den Berechnungen des ZEW sind auch die Innovationsaufwendungen deutlich auf 108 Milliarden Mark gestiegen und erreichen einen Anteil am Umsatz von 5,2 Prozent. Der zum Teil konjunkturell bedingte Einbruch der Innovationsaktivitäten zu Beginn der 90er Jahre ist somit überwunden.

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  9. 27.07.1999 · ZEW (nja/kvs)
    Forschung
    Innovation

    Die Innovationsaktivitäten im deutschen Dienstleistungssektor haben sich 1997 insgesamt stabil entwickelt. Zwischen den einzelnen Branchen zeichnen sich jedoch unterschiedliche Entwicklungen ab. Während in modernen Dienstleistungsbranchen -Banken/Versicherungen sowie technische, EDV- und Beratungsdienstleistungen - die Innovations-aktivitäten intensiviert werden, gehen sie in den traditionellen Branchen - Einzel- und Großhandel sowie Verkehr - deutlich zurück. Dies ist das Ergebnis der neuen Innovationsumfrage des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), Mannheim. Das ZEW hat 1998 im Rahmen einer repräsentativen Erhebung 4010 Dienstleistungsunternehmen zu ihren Innovationsaktivitäten befragt und die Ergebnisse für Deutschland hochgerechnet. Nach den Berechnungen des ZEW lag der Anteil innovativer Unternehmen in modernen Dienstleistungsbranchen 1997 mit 66 Prozent deutlich über dem Vorjahreswert (61 Prozent). Auch die Innovationsaufwendungen sind um 13 Prozent auf 26 Milliarden Mark gestiegen.

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  10. 20.07.1999 · ZEW (kvs)
    Termine und Nachrichten
    kaufmännischer Direktor | ZEW

    Der kaufmännische Direktor des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim, Ernst-O. Schulze, begeht am Freitag, den 23. Juli 1999 seinen 60. Geburtstag. Als kaufmännischer Gründungsdirektor hat er großen Anteil am Auf- und Ausbau des ZEW zu einem der führenden deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute. Gemeinsam mit dem früheren wissenschaftlichen Direktor des ZEW, Professor Dr. Dr. h.c. Heinz König und dem derzeitigen Präsidenten, Professor Dr. Wolfgang Franz, hat Ernst-O. Schulze dazu beigetragen, das ZEW zu einem Wirtschaftsforschungsinstitut zu machen, das der Wissenschaftsrat vor wenigen Tagen zur Aufnahme in die gemeinsame Förderung durch Bund und Land ("Blaue Liste") empfohlen hat. Diese Anerkennung der hohen wissenschaftlichen Reputation des ZEW war für ihn wohl das schönste Geburtstagsgeschenk und eine schöne Bestätigung seines hohen persönlichen Einsatzes für das ZEW in den zurückliegenden neun Jahren seiner Tätigkeit als kaufmännischer Geschäftsführer.

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