Die britische Premierministerin Theresa May hat angekündigt, dass das Vereinigte Königreich im Zuge der Brexit-Verhandlungen aus dem gemeinsamen Binnenmarkt der Europäischen Union austreten will. Zudem sollen die Zugehörigkeit zur Europäischen Zollunion neu verhandelt und eigene Regeln zur Einwanderung getroffen werden. Prof. Achim Wambach, Ph.D., Präsident des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), bezieht dazu Stellung.

Deutsche und französische Experten/-innen sehen bei einem Austritt aus dem EU-Energiebinnenmarkt das größere Risiko für Großbritannien.
Deutsche und französische Experten/-innen sehen bei einem Austritt aus dem EU-Energiebinnenmarkt das größere Risiko für Großbritannien.

"Theresa May hat deutlich gemacht, wo und wie sich Großbritannien wirtschaftspolitisch in Europa und der Welt positionieren möchte. Sollen am Ende wirklich tragfähige Handelsabkommen auf dem Papier stehen, kommt es jetzt darauf an, dass sich Deutschland darüber klar wird, wie es sich die Beziehungen zu Großbritannien vorstellt.

Ein großer Vorteil von Europa liegt in seinem gemeinsamen, offenen Markt mit transparenten und effektiven Regeln für den Wettbewerb. Dieser ‚Win-win‘-Charakter trifft auch auf weitere Politikbereiche zu. Diese gemeinsamen Interessen gilt es, bei den Verhandlungen mit dem Vereinigten Königreich zu sichern."

Für Rückfragen zum Inhalt

Prof. Achim Wambach, Ph.D., Telefon 0621/1235-100, E-Mail wambach@zew.de

Datum

17.01.2017

Kategorie

Kontakt

Pressereferentin

Tel.: +49 0621 1235-133

sabine.elbert@zew.de