Die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland steigen im Mai 2020 zum zweiten Mal in Folge an. Sie liegen nun bei 51,0 Punkten, 22,8 Punkte höher als im Vormonat. Die Einschätzung der konjunkturellen Lage für Deutschland hat sich jedoch weiter leicht verschlechtert. Der Lageindikator beträgt in der aktuellen Umfrage minus 93,5 Punkte, dies ist ein Rückgang um 2,0 Punkte.

Trotz der Steigung des ZEW-Indikators, hat sich die konjunkturelle Lage für Deutschland verschlechtert.
Im Mai 2020 steigen die ZEW-Konjunkturerwartungen wieder auf 51,0 Punkte an. Das ist eine Verbesserung zum Vormonat von 22,8 Punkten.

„Die Zuversicht wächst, dass es ab Sommer zu einer konjunkturellen Wende kommen wird. Darauf weist auch der deutliche Anstieg der Branchenerwartungen hin. Im vierten Quartal dieses Jahres soll es nach Einschätzung der Finanzmarktexpertinnen und Finanzmarktexperten wieder zu einer stärkeren Zunahme der Wirtschaftsentwicklung kommen. Der Aufholprozess wird allerdings lange andauern. Erst 2022 soll die Wirtschaftsleistung wieder das Niveau von 2019 erreichen“, kommentiert ZEW-Präsident Prof. Achim Wambach, Ph.D.

Die Erwartungen der Finanzmarktexperten/-innen an die Konjunkturentwicklung in der Eurozone steigen ebenfalls deutlich an. Der Erwartungsindikator für das Eurogebiet liegt im Mai bei 46,0 Punkten und damit 20,8 Punkte höher als im Vormonat. Der Indikator für die aktuelle Konjunkturlage im Eurogebiet geht hingegen um 1,1 Punkte auf einen Wert von minus 95,0 Punkten zurück.

Der Inflationsindikator für das Eurogebiet beträgt minus 18,7 Punkte. Die Finanzmarktexperten/-innen erwarten daher weiterhin einen Rückgang der Inflation auf Sicht von sechs Monaten.

Ausführliche Informationen und Studien zu den ZEW-Konjunkturerwartungen sowie die Veröffentlichungstermine 2020 (als PDF-Datei, 24 KB) und die historische Datenreihe (als Excel-Datei, 81 KB).

Datum

19.05.2020

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