Bildung spielt für die individuelle Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt in den heutigen informationsbasierten Wirtschaftssystemen eine entscheidende Rolle und die Höhe der Bildungsrenditen ist zu einem klassischen Thema der Bildungsforschung geworden. Der Literatur zufolge beträgt der Konsenswert der Bildungsrendite etwa 10% mehr Einkommen pro zusätzlichem Bildungsjahr. Die individuelle Bildungsrendite hängt jedoch der jeweiligen Umständen und  persönlichen Eigenschaften ab. Es ist wichtig, die Voraussetzungen, die zu verschiedene Bildungsrenditen führen, zu identifizieren.

In diesem Projekt möchten wir deswegen die ungewöhnliche Fülle geografischer und biografischer Informationen der National Educational Panel Study (NEPS) Erwachsenendaten nutzen, um Bildungsrenditen über die bisher analysierte durchschnittliche, fach- und abschlussspezifische Perspektive hinaus, zu untersuchen.

In einem ersten Teil handelt es sich darum, den Zusammenhang zwischen geografischer Mobilität und Bildungsrenditen zu analysieren. Insbesondere wird untersucht, welcher Anteil der Bildungsrenditen durch eine höhere Mobilität von Absolventen erklärt werden kann. In einem zweiten Teil möchten wir erstmals die Renditen für Hochschulqualität in Deutschland ermitteln, indem wir verfügbare Informationen über die Qualität der nächstgelegenen Universität als Instrumentalvariable für die tatsächliche Universitätsqualität nutzen. Ein drittes Forschungsziel ist es, den Effekt von Erwerbs- und Bildungsunterbrechungen auf die Bildungsrenditen zu messen. Dabei wird insbesondere analysiert, wie sich die Länge der Elternzeit sowie die Teilnahme an Zivildienst oder Wehrpflicht auf die zukünftige Löhne auswirken.

Das Projekt wird gefördert von der DFG im Rahmen des Schwerpunktprogramms "Education as a lifelong process".

Ausgewählte Publikationen