In diesem Forschungsprojekt wird untersucht, wie eng der europäische und internationale Konjunkturzusammenhang ist und welche Faktoren generell die Synchronisierung und Konvergenz von Konjunkturzyklen beeinflussen. Für das Gelingen einer gemeinsamen Währungsunion ist die Synchronisierung und zyklische Konvergenz der Mitgliedsstaaten ein entscheidendes Kriterium. Bei sehr asynchronem Verlauf der konjunkturellen Entwicklung und bei fehlender Angleichung der Konjunkturmuster besteht die Gefahr, dass eine gemeinsame Geldpolitik nicht den jeweiligen Bedürfnissen der partizipierenden Volkswirtschaften gerecht wird und möglicherweise sogar zu einer Divergenz von Konjunkturzyklen führt. Daher ist gerade vor dem Hintergrund der anstehenden EWU-Erweiterung eine Bestandsaufnahme des europäischen Konjunkturzusammenhangs insbesondere unter Berücksichtigung von Effekten der Euro-Einführung von besonderem Interesse.