Etwa 19 Prozent der in Deutschland lebenden Bevölkerung haben einen Migrationshintergrund. Ein Migrationshintergrund ist dann gegeben, wenn die Person selbst oder ihre leiblichen Eltern im Ausland geboren sind und die Staatsangehörigkeit des anderen Landes besitzen oder in der Vergangenheit besessen haben. Mehr als die Hälfte der in Deutschland lebenden Personen mit Migrationshintergrund, d.h. etwa 10 Prozent der deutschen Bevölkerung, besitzt die deutsche Staatsbürgerschaft bzw. die Rechtsstellung eines Deutschen ohne deutsche Staatsangehörigkeit (Statusdeutscher). Der Anteil der ausländischen Bevölkerung beträgt 9 Prozent an der Gesamtbevölkerung in Deutschland. In dem Projekt wurde erstens eine Charakterisierung der verschiedenen Gruppen von Personen mit Migrationshintergrund (z.B. Aussiedler, Spätaussiedler, ehemalige "Gastarbeiter") anhand arbeitsmarktrelevanter Eigenschaften vorgenommen. Zweitens wurden Bildungsrenditen abgeschätzt, wobei Unterschiede in Komposition und Signifikanz der Einflussgrößen identifiziert wurden. Die Abschätzung erfolgte für die verschiedenen Gruppen mit Migrationshintergrund und im Vergleich zur Referenzgruppe, Deutsche ohne Migrationshintergrund. Drittens wurde das Ausmaß der Lohnungleichheit vergleichend analysiert. Für die Analysen wurde das Sozio-Ökonomische Panel (SOEP) und der Mikrozensus für das Jahr 2005 verwendet.

Ausgewählte Publikationen