Trotz der sozialpolitischen Bedeutung, die der betrieblichen Altersvorsorge (bAV) seit 2001 zukommt, werden die unvollständige Evidenzlage, Intransparenz und fehlende Datengrundlagen in den letzten 20 Jahren regelmäßig bemängelt.   Ziel dieses Projekts ist es, eine Bestandsaufnahme der Forschung und der Datenlage zu erstellen. Wir wollen herausfinden, was wir bereits über das System der bAV wissen und auf welchen Datengrundlagen dieses Wissen beruht. Auf Basis dieser Evidenz ist es erst möglich, den Bedarf an zukünftiger Forschung sowie die dafür benötigten Datenquellen zu identifizieren. Wir untersuchen beispielsweise, welche Datengrundlage nötig wäre, um den Beitrag, den die bAV beim Schließen der Rentenlücke bisher leistet, verlässlich abschätzen zu können. Außerdem ist es nur mit den richtigen Daten und entsprechenden Auswertungen möglich, eine stichhaltige Diskussion über die Kosteneffizienz und die Leistungsfähigkeit des bAV-Systems zu führen.   Wir gehen in drei Schritten vor. Zuerst werden aktuelle Forschungsergebnisse in Bezug auf die bAV zusammengetragen. Im Fokus sollen dabei vor allem Forschungsergebnisse zur Verbreitung und zur Höhe der Anwartschaften in Deutschland stehen. Im zweiten Schritt tragen wir die existierenden Datenquellen in Deutschland zusammen und zeigen Lücken auf. In einem dritten Schritt wird auf Länder wie beispielsweise die USA, Dänemark, die Niederlade und Großbritannien Bezug genommen, da diese Länder eine lange Historie hinsichtlich der bAV haben. Die Erfahrungen aus der internationalen Literatur sollen uns als Bezugspunkte dienen und weitere Einblicke liefern.