In das am ZEW seit über zwanzig Jahren genutzte neoklassische Investitionsmodell von Devereux/Griffith (1999) gehen die bedeutsamsten Vorschriften des nationalen Steuerrechts und der internationalen Doppelbesteuerungsabkommen ein. Diese umfassen insbesondere die Steuertarife von Ertrags- und Substanzsteuern auf Unternehmens- und Anteilseignerebene, Abschreibungsvorschriften, Regeln zur Bewertung von Vorräten sowie bei grenzüberschreitenden Investitionen die Methoden zur Vermeidung der Doppelbesteuerung und die relevanten Quellensteuerregelungen. Zudem werden die nationalen Regelungen zur Integration der Körperschaftsteuer in die Einkommensbesteuerung berücksichtigt.

Anhand der Ansätze auf Grundlage der neoklassischen Investitionstheorie lassen sich Kapitalkosten, effektive Grenzsteuersätze sowie effektive Durchschnittssteuersätze von Investitionsvorhaben unter bestehenden Steuersystemen und entsprechenden Reformszenarien beurteilen:

  •  Kapitalkosten bezeichnen, welche Vorsteuerrendite eine  
     Investition mindestens einbringen muss, damit sie von den
     Investoren noch verwirklicht wird.
  •  Effektive Grenzsteuersätze bezeichnen die effektive  
     Steuerbelastung marginaler Investitionen, die nur eine geringe
     Rendite aufweisen.
  •  Effektive Durchschnittssteuersätze bezeichnen die effektive      
     Steuerbelastung rentabler Investitionsobjekte.

Die jährlich berechneten Ergebnisse der Kapitalkosten, effektiven Grenzsteuersätze und effektiven Durchschnittsteuersätzen werden in anschaulichen Übersichten aufbereitet und der Öffentlichkeit präsentiert.