Ziel der Studie ist es, die Datenlage zu Anzahl, Erfolgsverläufen und wirtschaftlichen Beiträgen von Ausgründungen aus öffentlichen Forschungseinrichtungen und Hochschulen in Deutschland zu verbessern. Mit Hilfe einer neuen Methode, die Daten aus Publikations- und Patentdatenbanken mit Daten zu Unternehmensgründungen (Mannheimer Unternehmenspanel) verknüpft, soll für den Zeitraum ab ca. dem Jahr 2000 ein vollständiges Bild über die Gründung von Unternehmen durch Wissenschaftler aus öffentlichen Forschungseinrichtungen und Hochschulen in Deutschland gezeichnet werden. Publikations- und Patentdatenbanken werden genutzt, um eine Liste aller in der öffentlichen Forschung tätigen Forscher in Deutschland für die einzelnen Einrichtungen zu erstellen, inkl. des ungefähren Zeitraums, in dem die Forscher an den jeweiligen Einrichtungen tätig waren. Diese Namensliste wird mit den Namen von Unternehmensgründern abgeglichen. Dabei kommen verschiedene Verfahren zum Einsatz (probabilistischer Namensabgleich, Analyse von Webseiten von Forschungseinrichtungen und Unternehmen, Analyse von Patent- und Publikationsabstracts und Geschäftstätigkeitsbeschreibungen, inkl. Verfahren maschinellen Lernens), um in Fällen von Namensgleichheiten
Diese Datenbasis erlaubt es, das Ausmaß der Ausgründungstätigkeit aus der öffentlichen Forschung systematisch und nahezu vollständig zu erfassen. Gleichzeitig erlaubt die neue Methode auch einen internationalen Vergleich mit Ausgründungen aus Forschungseinrichtungen und Hochschulen anderer Länder. Der Schwerpunkt der Analysen liegt auf Ausgründungen aus den vier großen Wissenschaftsorganisationen in Deutschland: Leibniz, Fraunhofer, Max-Planck und Helmholtz.