Ziel der Studie ist es, den Zusammenhang zwischen Digitalisierungsaktivitäten und Innovationsaktivitäten in mittelständischen Unternehmen in Deutschland zu analysieren und Erklärungen für die gegenläufigen Trends sowie das partielle Auseinanderfallen von Digitalisierung und Innovation zu finden. Dabei werden drei Zugangswege beschritten:

  1. Auf einer konzeptionellen Ebene werden die gängigen Definitionen von Digitalisierung und Innovation diskutiert und es wird analysiert, wie diese Definitionen in Erhebungen umgesetzt werden. Dabei wird insbesondere das im Jahr 2018 neu überarbeitete Oslo-Manual berücksichtigt, welches der Rolle von Digitalisierung für Innovationsaktivitäten und Innovationen größeres Augenmerk geschenkt hat, sowie die Umsetzung des neuen Oslo-Manuals in die europaweite Innovationserhebung (Community Innovation Survey) berücksichtigt.
  2. Auf einer breiten empirischen Basis wird untersucht, unter welchen Bedingungen bzw. in welchen Situationen Unternehmen die Umsetzung eines Digitalisierungsvorhabens auch als die Einführung einer Innovation berichten. Dabei werden verschiedene Unternehmens- und Projektmerkmale betrachtet. Datenbasis sind das KfW-Mittelstandspanel sowie das Mannheimer Innovationspanel des ZEW.
  3. Im Rahmen von Interviews mit mittelständischen Unternehmen wird analysiert, inwieweit sich Digitalisierungs- und Innovationsvorhaben aus Sicht der Unternehmen überlappen bzw. voneinander abgrenzen und nach welchen Kriterien die Unternehmen Digitalisierungsvorhaben als Innovationsvorhaben betrachtet.


Abschließend wird diskutiert, welche Schlussfolgerungen aus den Befunden (a) für die Messung von Digitalisierung und Innovation im Rahmen von Unternehmensbefragungen und (b) für die Förderung von Digitalisierung und Innovation in mittelständischen Unternehmen gezogen werden können.

Auftraggeber

KfW Bankengruppe , Frankfurt am Main , DE

Projektzeitraum

15.06.2020 - 15.12.2020

Kontakt
Kooperationspartner

Technopolis Deutschland GmbH, Frankfurt am Main, DE