Die temporäre Arbeitsgruppe "Makroökonomie und -ökonometrie" konstituierte sich, um die am ZEW angewandten makroökonomischen und -ökonometrischen Modelle untereinander zu vergleichen und um zu überprüfen, ob bei einer Simulationsstudie die einzelnen Modelle zu einem tendenziell gleichen Ergebnis gelangen. Für die Simulation wurde unterstellt, dass die Sozialbeiträge um vier Prozentpunkte gesenkt werden, wobei für das erste Jahr der Absenkung eine Gegenfinanzierung in gleicher Größenordnung durch eine Erhöhung der Mehrwertsteuer unterstellt wurde. Alternativ wurde eine Erhöhung der indirekten Steuern unterstellt. Modelle, die entweder nur das Unternehmen oder nur den Arbeitnehmer abbilden, wurden mit einer entsprechend geringen Beitragssenkung simuliert. Ist modellmäßig keine Gegenfinanzierung erfassbar, dann wird einzig der Effekt der verringerten Beitragssätze untersucht. Gegenstand der Überprüfung waren das Konstanzer makroökonomische Ungleichgewichtsmodell, das allgemeine Gleichgewichtsmodell GEM-E3 aus dem Bereich Umwelt- und Ressourcenökonomik, Umweltmanagement, ein hochaggregiertes Modell des Arbeitsmarktes, ein internationales Intergenerationenmodell zur Erfassung der Rentenentwicklung und der European Tax Analyzer. Die Ergebnisse dieser Studie erschienen als ZEW Discussion Paper. In einem weiteren Schritt wurden Vorschläge unterbreitet, wie einerseits die vorhandenen Modelle gepflegt und weiterentwickelt und welche forschungsbereichsübergreifenden makroökonomischen Fragestellungen mit Hilfe der Modelle aufgegriffen werden sollten. In Zukunft werden makroökonomische Forschungsschwerpunkte verstärkt auf eine gesamteuropäische Sichtweise ausgerichtet. Hierzu dienen die Modelle als Grundlage für empirische Studien über wirtschaftspolitische Maßnahmen.

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