Diesem Forschungsprojekt liegen zwei für OECD Länder wichtige Fragen zu Grunde, nämlich anhaltend niedrige Fertilitätsraten, die zu alternden Gesellschaften führen, und Geschlechterungleichheit im Arbeitsmarkt. Frühere Arbeiten konnten zeigen, dass Lohnungleichheiten zwischen Geschlechtern höher sind in Jobs, die lange Arbeitszeiten belohnen. Karriereunterbrechungen nach der Geburt hingegen sind eine wichtige Erklärung, warum die Karrierelaufbahnen zwischen Männern und Frauen auseinander gehen. Gleichzeitig ist ein Hauptgrund für den Rückgang der Fertilitätsraten seit 1950 der gestiegene Bildungsgrad von Frauen, insbesondere der Anstieg von hochqualifizierten Frauen. Dieses Projekt untersucht, inwiefern Anforderungen von hochqualifizierten Jobs an lange Arbeitszeiten mit der Unterrepräsentation von Frauen, der Lohnungleichheit zwischen Geschlechtern und mit Fertilitätsentscheidungen zusammenhängen.

Barbara Boggiano bekam ein Stipendium des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) für einen Forschungsaufenthalt am ZEW, um an diesem Projekt zu arbeiten (mehr Informationen hier).