Die Eindämmung des Klimawandels und die Luftreinhaltung sind zeitgemäße und wichtige Herausforderungen, die eng miteinander verknüpft sind. Bemühungen zur Eindämmung des Klimawandels bringen oft auch Vorteile mit sich, wie z.B. die Verbesserung der lokalen Luftqualität. Während jedoch einige politische Instrumente beide Ziele gleichzeitig angehen, bergen andere Konflikte zwischen beiden Zielen. Um sowohl Luftverschmutzung als auch dem Klimawandel effektiv entgegen zu wirken, Synergien zu ermöglichen aber gleichzeitig auch Inkonsistenzen und komplementäre Effekte zu vermeiden, sind gut koordinierte und interagierenden Technologien und Politikmaßnahmen notwendig. Die Identifizierung eines solchen koordinierten Satzes geeigneter Politikinstrumente für China und Deutschland/EU auf der Grundlage einer integrierten ökonomischen Analyse ist das übergeordnete Ziel des Projekts "Integrierte ökonomische Analyse von Klimaschutz und lokaler Luftverschmutzung" (INTEGRATE).  


Mit integrierten ökonomischen Analysen und modernen empirischen Methoden werden die Synergien und Trade-offs zwischen Klimaschutz und Luftreinhaltung im Kontext der Energiewende analysiert und optimale Maßnahmen ermittelt, um die  Wechselbeziehungen zwischen Klimaschutz und lokaler Luftverschmutzung zu adressieren. Für eine erfolgreiche Gestaltung und Umsetzung dieser Maßnahmen ist es entscheidend, das Verhalten und die Reaktion von Unternehmen und Verbraucher auf umweltpolitische Maßnahmen zu verstehen. Auf Grundlage mikroökonometrischer Analysen von Firmendaten wird daher einerseits die Wechselbeziehung zwischen Firmenverhalten und Umweltregulierung untersucht, insbesondere im Kontext von internationalem Handel. Andererseits werden mit Hilfe der experimentellen Wirtschaftsforschung Verhaltenskanäle und Anreize identifiziert, um die Einführung grüner Technologien und die Bereitstellung öffentlicher Güter  zu fördern.