Bereits vor der Krise 2008 konnte in vielen Industrieländern eine nachlassende Wachstumsdynamik beobachtet werden, die sich im Zuge der Finanz- und Schuldenkrise weiter verschärft hat und die sich auch nach deren Ende nur langsam erholt. Das Wachstum von Produktivität und Einkommen bleibt in vielen europäischen Ländern schwach.

Das Projekt GROWINPRO verfolgt zwei Hauptziele. Auf der einen Seite soll eine detaillierte Analyse der Ursachen des Produktivitätspuzzles erfolgen, insbesondere vor dem Hintergrund der Interaktion von Innovation, Produktivität und Wachstum in einer Phase der digitalen Transformation und Revolution (Industrie 4.0, künstliche Intelligenz) und der zunehmenden Globalisierung. Auf der anderen Seite soll ein kohärentes Paket an Politikmaßnahmen entwickelt werden, die einerseits helfen, der Wachstumsfalle zu entkommen und die andererseits aber auch die großen sozialen Herausforderungen unserer Zeit wie den Kilmawandel und die demographischen Veränderungen angemessen adressieren. Die Politikempfehlungen basieren dabei auf Analysen sowohl auf der Mikro- als auch auf Meso- und Makroebene.  

Die Aufgabe des ZEW innerhalb des Konsortiums, bestehend aus 10 führenden europäischen Forschungsinstituten und 3 Statistischen Ämtern, beinhaltet die Analyse:

  • der Auswirkungen einer veränderten Zusammensetzung von Produkt- und Prozessinnovationen auf die Produktivität;
  • der Entwicklung und Diffusion neuer Technologien (Industrie 4.0 und Künstliche Intelligenz) und deren Auswirkungen auf Produktivität und Wachstum und
  • der Rolle von jungen und etablierten Unternehmen und deren Interaktion im Hinblick auf Innovation und Produktivitätswachstum.

Weitere Informationen sind auf der Projektseite zu finden.