Damit die erwarteten Wachstums-, Produktivitäts- und Innovationspotentiale moderner IKT- Anwendungen nachfrageseitig realisiert werden können, bedarf es vorab der Erneuerung bestehender Basisbreitbandinfrastruktur bzw. deren (teilweiser) Ersatz durch hochleistungsfähige Glasfasernetze. Dies geht jedoch mit hohen Investitionsvolumina auf Seiten der Infrastrukturanbieter einher. In Hinblick auf die Versorgung bislang für potentielle Investoren unprofitabler, zumeist ländlicher Gebiete (auch „weiße Gebiete“), kommt den öffentlichen Gebietskörperschaften daher eine zentrale Rolle im Rahmen von öffentlichen Fördermodellen zu. Subventionen zum Ausbau der Glasfasernetze sind in ökonomischer Hinsicht insbesondere mit Verweis auf positive Externalitäten zu rechtfertigen, etwa in Bezug auf kostensenkende Effekte für andere Wirtschaftssektoren. Subventionen spielen ebenfalls eine wesentliche Rolle, um eine in verteilungspolitischer Hinsicht unerwünschte digitale Spaltung („digital divide“) der Bevölkerung und deren negative Folgen („Landflucht“, etc.) zu verhindern. Sowohl national als auch im internationalen Vergleich kommen unterschiedliche Fördermodelle zum Einsatz. Konkret sollen in diesem Marktdesign-Projekt folgende Forschungsfragen untersucht werden: (i) Waren die in der Vergangenheit in den meisten Industrieländern implementierten öffentlichen Vergabeverfahren effizient? (ii) Wie sollten effiziente Fördermaßnahmen gestaltet werden?