Das Design von Arbeitsmärkten in Unternehmen und die Reduktion von Friktionen bei der Mitarbeiterbindung sind wichtige Herausforderungen für das Personalmanagement. In diesem Projekt wird theoretisch und empirisch die Jobsuche von leistungsstarken Arbeitnehmern unter zwei Quellen von asymmetrischer Information untersucht. Erstens kennt der Arbeitgeber die relative Leistung besser als der Arbeitnehmer selbst. Zweitens kennt der Arbeitnehmer nicht genau die Anzahl und Frequenz von Beförderungsmöglichkeiten im Unternehmen. Dabei stehen die Effekte von Leistungsbeurteilungen und Geschlechterquoten auf das Suchverhalten der Arbeitnehmer im Fokus. Beide Maßnahmen verändern die Informationen, die dem Arbeitnehmer zur Verfügung gestellt werden.

In einem weiteren Teil des Projektes wird die Rolle der nicht-monetären Qualität des Beschäftigungsverhältnisses untersucht. Arbeitnehmer, die eine geringe Qualität empfinden, haben eine höhere Suchintention aber die Kosten der Suche können die tatsächliche Suche einschränken. Diese Arbeitnehmer senken ihre Anstrengung und damit die Produktivität, wenn sie am Ende im Unternehmen bleiben. Es wird untersucht, ob man mit Instrumenten des Personalmanagements Anreize setzen kann, ihre Suchintensität und Kündigungswahrscheinlichkeit zu erhöhen.


Das Projekt wird ab dem 01.08.2020 in der alleinigen Verantwortung von Marktdesign weitergeführt.