Ziel dieses Projektes ist, die Funktionsfähigkeit von Technologiemärkten zu untersuchen. Technologiemärkte sind Märkte, auf denen kodifiziertes technologisches Wissen, welches typischerweise über Eigentumsrechte wie Patente geschützt ist, gehandelt wird. Der Handel schließt dabei sowohl den Kauf/Verkauf als auch die Lizensierung von Patenten ein. Die Literatur hat gezeigt, dass ein funktionsfähiger Technologiemarkt ein wichtiger Schlüssel für ökonomisches Wachstum ist. Gleichwohl sind Märkte, auf denen Patente verkauft oder auslizensiert werden, derzeit aus verschiedenen Gründen wenig entwickelt. So existieren (i) hohe Suchkosten um die relevanten Technologien und ihre Eigentümer zu identifizieren, (ii) erhebliche Informationsasymmetrien zwischen Anbietern und Nachfragern in Bezug auf den wirtschaftlichen Wert des technologischen Wissens und (iii) Moral Hazard-Verhalten in Kaufverhandlungen. Obgleich diese Probleme aus theoretischer Sicht bekannt sind, existiert bislang wenig empirische Evidenz bezüglich der Funktionsfähigkeit von Technologiemärkten, insbesondere zum Ausmaß des Handels und zum Verhältnis zwischen Technologieverkauf und Auslizenzierung sowie zur Bedeutung der verschiedenen Hemmnisfaktoren im Markt für Technologien.
Ziel dieses Projektes ist durch verschiedene empirische Ansätze ein besseres Verständnis der Funktionsfähigkeit des Marktes für Technologien zu gewinnen. Ein Ansatz sieht vor, Markttransaktionen auf Basis von Patentrechtsstanddaten zu identifizieren. Des Weiteren sollen der Transaktionsprozess und die Hemmnisfaktoren mittels einer Erhebung untersucht werden. Dieses Projekt stellt den ersten Schritt hin zu einer Verbesserung des Designs von Technologiemärkten dar.