Die Energiewende stellt die Stromnetze vor neue Herausforderungen. Oft liegt der Fokus hierbei auf den Übertragungsnetzen, welche elektrischen Strom über weite Strecken, beispielsweise von der Küste ins Inland oder quer durch Europa transportieren. Doch auch die Verteilnetze müssen mit neuen Anforderungen umgehen. Viele erneuerbare Energien mit fluktuierender Einspeisung wie beispielsweise Solaranlagen werden im Verteilnetz angeschlossen. Die Elektromobilität erhöht die Stromnachfrage. Solche Entwicklungen waren beim Bau der Verteilnetze nicht absehbar und verlangen entweder einen Ausbau der Infrastruktur oder neue Formen des Netzmanagements.
In diesem Vorhaben wird geprüft, inwieweit lokal angeschlossenen Gewerbekunden als Dienstleister für den Verteilnetzbetreiber auftreten können. Industrielle Prozesse, Batteriespeicher und Kleinkraftwerke bieten Flexibilitätspotentiale, die bisher dem Verteilnetz nicht zugutekommen. Ein Regelenergiemarkt, wie er im Übertragungsnetz existiert, besteht auf Verteilnetzebene bisher nicht. Das Projekt untersucht, inwieweit lokal angeschlossene Verbraucher durch ihre eigene Stromnutzung die Stabilität der Verteilnetze verbessern und somit Systemdienstleistungen vergleichbar zu denen in Übertragungsnetzen anbieten können.

Zuwendungsgeber

Projektträger Karlsruhe (PTKA - KIT)Projektträger Karlsruhe (PTKA - KIT), Karlsruhe, DE

Projektzeitraum

01.05.2018 - 31.12.2020

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Kooperationspartner

acteno energy GmbH, Heidelberg, DE