Im Jahr 1998 betrugen die Ausgaben der Bundesanstalt für Arbeit und des Bundeshaushalts für Arbeitsmarktpolitik über 133 Milliarden DM. Hinzu kommen noch Ausgaben anderer öffentlicher Körperschaften. Von dem genannten Betrag wurden circa 64 % für passive Maßnamen, wie Arbeitslosengeld und -hilfe und verschiedene arbeitsmarktpolitisch motivierte Frühverrentungsformen, und etwa 36 % für aktive Maßnamen, wie geförderte berufliche Weiterbildung oder für Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen, aufgewendet. Angesichts der hohen fiskalischen Kosten, der Hinweise auf geringe oder gar fehlende Effektivität aktiver Maßnamen und der verbreiteten Diskussion über negative Anreizeffekte von Zahlungen bei Arbeitslosigkeit (Arbeitslosengeld und -hilfe sowie Sozialhilfe) ist eine breitangelegte Evaluation der Arbeitsmarktpolitik in Deutschland dringend geboten. Das Ziel des Gutachtens ist eine Bestandsaufnahme und kritische Bewertung der Effizienz und Effektivität einer Vielzahl von Instrumenten der Arbeitsmarktpolitik. Daraus sollen zum einen Handlungsoptionen für eine effizientere Ausgestaltung abgeleitet werden, zum anderen Ansatzpunkte für eine fundierte wissenschaftliche Evaluation der Arbeitsmarktpolitik in Zukunft aufgezeigt werden. Im Einzelnen verfolgt das Forschungsprojekt die folgenden Ziele: Darstellung der Kriterien und Methoden zur wissenschaftlichen Evaluation der Effizienz und Effektivität der Arbeitsmarktpolitik unter Berücksichtigung der internationalen Erfahrungen, Darstellung der Möglichkeiten und Grenzen der Erfolgskontrolle der Arbeitsmarktpolitik in Deutschland, Bestandsaufnahme und kritische Würdigung der vorliegenden Studien zur Evaluation der Arbeitsmarktpolitik in Deutschland, Ableitung von Handlungsempfehlungen für eine effizientere Ausgestaltung der Arbeitsmarktpolitik, Entwicklung konzeptioneller Vorschläge für die zukünftige Evaluationsforschung.

Evaluation der Arbeitsmarktpolitik

Ausgewählte Publikationen

Monographien, Beiträge in Sammelbänden