Die zunehmende Verbreitung des Internets geht mit einer erheblichen Reduktion der Kosten der Informationsgewinnung und -verbreitung einher. Dies wirkt sich auch auf die Suche nach einem Arbeitsplatz aus. Im ersten Teil des Projektes wurden, basierend auf Befragungsdaten der Bundesagentur für Arbeit, die individuellen und regionalen Determinanten der Suchkanäle von Arbeitssuchenden, insbesondere der Stellensuche über das Internet, bestimmt. Es zeigte sich u.a. das die Wahl einer Online-Suchstrategie maßgeblich von der regionalen Verfügbarkeit des Breitbandinternets abhängt.

Die kausale Analyse des Einflusses regionaler Internetverfügbarkeit auf die Dauer von Arbeitslosigkeit sowie auf die Qualität des Matches zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern fand in dem von August 2018 bis Juli 2020 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Projekt "Einfluss regionaler Internetverfügbarkeit auf die Dauer von Arbeitslosigkeit und Vakanzen" statt. Es zeigte sich, dass die Verfügbarkeit von Breitbandinternet die Beschäftigungschancen von Männern nach vier Monaten in Arbeitslosigkeit signifikant verbessert hat. Insbesondere Männer, die über einen häuslichen Internetzugang verfügen, erhöhen die Anzahl an Initiativbewerbungen. Dies bestätigt sich auch auf der Betriebsseite: die Verfügbarkeit von Breitbandinternet erhöht die Anzahl an Bewerbungen in deutlichem Umfang. Es zeigten sich keine signifikanten Wirkungen mit Blick auf Löhne und die Stabilität der Beschäftigung. Das DFG-Projekt wurde am Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg durchgeführt. Die Projektleitung teilten sich die ZEW Research Associates Prof. Dr. Nicole Gürtzgen (IAB Nürnberg) und Prof. Gerard van den Berg, PhD (Universität Bristol).


Ausgewählte Publikationen