IKT und Arbeitsplatzreorganisation

IKT und Arbeitsplatzreorganisation

In der Literatur wird eine rege und kontroverse Diskussion über die Produktivitätseffekte von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) geführt. Einige neuere Studien verweisen auf den Zusammenhang von IKT-Einsatz und der Reorganisation von Arbeitsplätzen. Wenn IKT-Einsatz und Arbeitsplatzreorganisation Hand in Hand gehen, dann kann sich dies positiv auf die Produktivität auswirken. Das Projekt beschäftigt sich mit den Auswirkungen von organisatorischen Veränderungen z.B. in Form verstärkter Gruppenarbeit oder abgeflachten Hierarchien auf die Arbeitsproduktivität, wobei simultane Beziehungen zwischen diesen beiden Variablen berücksichtigt werden. Die empirische Evidenz bezieht sich auf den unternehmensnahen Dienstleistungssektor. Die Ergebnisse zeigen, dass organisatorische Veränderungen keinen signifikanten Einfluss auf die partiellen Outputelastizitäten von IKT-Kapital, Nicht-IKT-Kapital und Arbeit haben. Allerdings zeigen Kerndichteschätzungen, dass sich, konditional auf die Wahl einer organisatorischen Veränderung, die Verteilung der Arbeitsproduktivität für Firmen mit Arbeitsplatzreorganisation signifikant nach rechts verschiebt. Firmen ohne Arbeitsplatzreorganisation weisen dagegen keine deutlichen Produktivitätsgewinne auf, verglichen mit dem Fall, sie hätten organisatorische Veränderungen durchgeführt.

Projektteam

Irene Bertschek

Irene Bertschek

Leitung

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Ulrich Kaiser

Ulrich Kaiser

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