Ziel des Projekts ist es, den allokativen Effekt der Unternehmensbesteuerung zu untersuchen und zu quantifizieren, wie die Zahl und das Volumen der Übernahmen in der Europäischen Union durch Steuern beeinflusst werden. Je mehr Unternehmensübernahmen durch Steuern verhindert werden, umso größer der Wohlfahrtsverlust aufgrund von entgangenen Synergiegewinnen. Relevant ist dabei insbesondere, wie die Zahl der Übernahmen auf Veräußerungsgewinnsteuern auf der Ebene der Anteilseigner reagiert.

Auch auf Unternehmensebene kann die Veräußerungsgewinnsteuer ausschlaggebend sein. Veräußert ein multinationaler Konzern eine Tochtergesellschaft, können Veräußerungsgewinnsteuern anfallen. Das Projekt untersucht, welchen Einfluss dies auf die Zahl und das Volumen der Unternehmensübernahmen hat.

Ein weiterer Fokus des Projekts besteht in der Bedeutung von Steuerkomplexität für Investitionen. Bei einer Neugründung gibt es bürokratische Hürden, da ein Investor unter Umständen die Gesetzgebung im Zielland schwer überblickt. Bei einer Übernahme könnten diese Kosten jedoch eingepreist werden. Es gilt zunächst, die Steuerkomplexität zu erfassen und zu kategorisieren, um anschließend empirische Analysen durchzuführen.

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