Die Frage nach dem Einfluss von Direktinvestitionsverflechtungen auf die Synchronisierung von Konjunkturzyklen ist nicht nur für die europäische Diskussion über den optimalen Währungsraum von Belang. Wie die turbulenten letzten Jahre gezeigt haben, ist auch allgemein ein besseres Verständnis der globalen Konjunkturzusammenhänge und deren Determinanten geboten. Die bestehende Literatur hat sich bei der Beantwortung dieser Fragestellung, bedingt durch das zeitraumbezogene Synchronisationsmaß der Korrelation, bisher vor allem auf die statischen Zusammenhänge im Länderquerschnitt konzentriert. Die Innovation unseres Vorhabens liegt in der Verwendung von zeitpunktbezogenen Synchronisationsmaßen, die keiner Verzerrung durch die Bildung von Durchschnitten über subjektiv gewählte Zeitperioden unterliegen und eine zuverlässige Analyse der Zeitdimension des Synchronisationsprozesses ermöglichen. Durch den Einsatz von Zeitreihen- und Panelmethoden können wir zum einen eine methodische Verbesserung der Schätzung durch die Berücksichtigung von Länderpaarcharakteristika und globaler Schocks erzielen. Zum anderen können wir nun dynamische Beziehungen angemessen berücksichtigen und so neben den langfristigen Aspekten auch kurzfristige Zusammenhänge und Anpassungsprozesse im konjunkturellen Zusammenspiel untersuchen.