Der Forschungsschwerpunkt umfasst:

    • Design und Test von Regeln und Institutionen zur Kooperation im Klimaschutz
    • Design und Analyse von Maßnahmen zum Klimaschutz und -anpassung in privaten Haushalten
    • Nachhaltiges Verbraucherverhalten, insbesondere im Bereich Energie- und Mobilität

    Aus ökonomischer Sicht ist der Klimaschutz ein Gemeinschaftsgut und somit ist die notwendige Kooperation mit erheblichen Anreizproblemen verbunden: Das rationale Verhalten des Einzelnen führt in der Regel nicht zum gesellschaftlich optimale Maß an Klimaschutz. Die Transformation hin zu einer treibhausgasarmen Volkswirtschaft bedarf also großer gemeinschaftlicher Anstrengungen, sei es für die Entwicklung neuer Technologien und Lösungsansätze oder aber, um etablierte Verhaltensmuster langfristig in neue Bahnen zu lenken.

    Mit unserer Forschung zu Kooperationsproblemen tragen wir dazu bei, gute Regeln und Institutionen für den effizienten Umgang mit Gemeinschaftsgütern im Klimaschutz zu entwickeln, insbesondere unter Berücksichtigung verhaltensökonomischer Methoden und Erkenntnisse. Dabei stehen zwei Themen im Vordergrund: Die Analyse des gemeinsamen und koordinierten Vorgehens in der internationalen Klimapolitik sowie die Untersuchung des Kooperationsverhaltens der Akteure auf den nachgelagerten Ebenen, vorrangig mit Blick auf die Konsumenten/-innen.

    Geeignete Instrumente zur Bildung und Etablierung von kooperativen Lösungsansätzen müssen dabei nicht nur das ökonomische Hauptkriterium der Kosteneffizienz erfüllen, sondern sehen sich gleichzeitig mit einer Vielzahl von weiteren Anforderungen konfrontiert. Dazu gehört beispielsweise die gerechte Verteilung von Belastungen in Transformationsprozessen – sowohl international als auch innerhalb einer Volkswirtschaft.

    Gleichzeitig dient unsere Forschung einem besseren Verständnis dafür, wie Menschen Entscheidungen treffen und wie diese die Wirksamkeit von klima- und energiepolitischer Regulierung beeinflussen. Dazu nutzen wir die Möglichkeit, menschliches Entscheidungsverhalten beispielsweise in Labor- oder Feldexperimenten zu untersuchen.

    Unser verhaltensökonomisch fundierter, umweltökonomischer Ansatz trägt zu wichtigen Erkenntnissen in der empirischen Ursachen-Wirkungs-Analyse bei und liefert evidenzbasierte Antworten auf die zentralen wirtschaftspolitische Fragen unserer Zeit.

    Kontakt

    Stellvertretende Leitung

    Tel.: +49 (0)621 1235-337

    martin.kesternich@zew.de

    Advanced Researcher

    Tel.: +49 (0)621 1235-338

    carlo.gallier@zew.de