Jahrg. 18, Nr. 3, Januar 2011

2009 war für die Holz- und Papierindustrie erneut ein schwieriges Jahr mit deutlichen Umsatzrückgängen in beiden Teilbranchen. Die Innovationsindikatoren entwickelten sich nur teilweise positiv und branchenintern uneinheitlich. Die Innovatorenquote - d.h. der Anteil der Unternehmen, die neue Produkte oder neue Prozesse eingeführt haben - sank vor allem durch den Einbruch in der Holzindustrie von 50% in 2008 auf 41%. Dagegen stieg der Anteil der Unternehmen mit Marktneuheiten deutlich auf 22%. Infolgedessen konnte der mit Marktneuheiten erzielte Umsatzanteil leicht auf 1,8% erhöht werden. Nach wie vor lieferten allerdings Nachahmerinnovationen den größeren Beitrag zum Branchenumsatz mit einem Anteil von 8%. Die Innovationsausgaben der Branche nehmen seit 2006 stetig auf nunmehr 0,87 Mrd. € ab. Zumindest die Holzindustrie konnte dieser Entwicklung in 2009 gegensteuern mit der Erhöhung des Innovationsbudgets auf 0,31 Mrd. €. Mit einer Innovationsintensität (Innovationsausgaben in % des Umsatzes) von 1,7% gehört die Holz- und Papierindustrie wie im Vorjahr zu den wenig innovationsintensiven Branchen. Qualitätsverbesserungen durch neue Verfahren führten 2009 zu Umsatzzuwächsen von nur noch 1,6% (2008: 2,6%). Durch Prozessinnovationen erreichte die Branche Kostensenkungen von 2,2% der Gesamtkosten (2008: 2,0%). 2010 sollten die Innovationsausgaben weiter auf 0,85 Mrd. € sinken, wohingegen sie 2011 auf 1,02 Mrd. € steigen. Der Anteil innovativ tätiger Unternehmen dürfte 2010/11 auf unter 40% zurückgehen, wobei sich 9% der Unternehmen noch unsicher waren, ob sie 2011 in Innovationsprojekte investieren werden.

Download

This content is available in German only. We apologise for the inconvenience.

Download File (pdf, 166 KB)

Authors

Rammer, Christian
Schubert, Torben