Die Digitalisierung der Wirtschaft: Forschung am ZEW

Geht uns durch digitale Transformation und Künstliche Intelligenz die Arbeit aus? Hinkt Deutschland bei der Digitalisierung hinterher? Schnelles Internet, Algorithmen, große Datenmengen und digitale Dienste verändern wirtschaftliche und gesellschaftliche Prozesse. Neue Geschäftsmodelle, Arbeitsweisen und Kommunikationsformen entstehen. Hier bieten sich neue Chancen, Umsätze zu erzielen, Marktanteile zu sichern oder neue Märkte zu erobern. Doch die Digitalisierung erfordert auch Anpassungsprozesse in Unternehmen und bei Beschäftigten. Um die Potenziale der Digitalisierung für Wirtschaft und Gesellschaft bestmöglich zu nutzen, ist es wichtig, die Einsatzmöglichkeiten digitaler Technologien und deren Wirkungsmechanismen zu verstehen, messbar zu machen und geeignete Rahmenbedingungen zu gestalten. Die Forschung des ZEW zur Digitalisierung liefert Wirtschaft und Politik einen evidenzbasierten Orientierungsrahmen für Entscheidungen.

Irene Bertschek
ZEW-Expertin

Prof. Dr. Irene Bertschek

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Die Corona-Krise hat die Digitalisierung beschleunigt und uns bereits bestehende Digitalisierungsdefizite vor Augen geführt. Gleichzeitig hat sie ihre krisenstabilisierende Wirkung unter Beweis gestellt. Nun gilt es ihre Potenziale für Veränderung, für Innovationen und eine nachhaltige Transformation auszuschöpfen. Denn letztlich wird dies der Stabilisator in der nächsten Krise sein.

ZEW-Expertin Irene Bertschek zur Digitalisierungs-Forschung am ZEW

Irene Bertschek erklärt die ZEW-Forschung zur Digitalisierung

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Ohne Digitalisierung geht heute so gut wie nichts mehr: ZEW-Expertin Irene Bertschek erläutert unsere Forschung zur Digitalisierung.

Digitale Technologien und deren Einsatz in der Wirtschaft

Die Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) sind wichtige Treiber der Digitalisierung in Deutschland. Die IKT-Branche stellt nicht nur digitale Lösungen für Unternehmen, den öffentlichen Sektor und Privathaushalte zur Verfügung, sondern ist oft selbst führend in der Anwendung von neuen Hardwareprodukten oder IT-Dienstleistungen. Hierdurch ist die IKT-Branche kontinuierlicher Forschungsgegenstand am ZEW.

Gastbeitrag

Wer digitalisiert, kommt gesünder durch die Krise

Ein Virus hat die Wirtschaft weltweit gewaltig zum Straucheln gebracht. Produktionsanlagen stehen still, Menschen gehen in die Kurzarbeit oder ins Home-Office, manche verlieren ihre Existenzgrundlage. Vieles wird sich nach dem Ende des Corona-Lockdown wieder zurückdrehen lassen, aber klar ist jetzt schon, dass sich die Wirtschaft nicht so schnell von dieser Krise erholen wird und dass die Corona-Krise weit deutlichere Spuren hinterlassen wird als es die Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009 getan hat. Dennoch gibt es einiges, was wir aus der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009 lernen können.

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Forschung

Neuer Index zeigt deutliche Unterschiede im Digitalisierungsgrad der deutschen Wirtschaft

Der Digitalisierungsgrad der Wirtschaft in Deutschland unterscheidet sich deutlich. Je nach betrachteter Branche, Unternehmensgrößenklasse, Bundeslandgruppe oder Regionstyp zeigt sich hier ein sehr heterogenes Bild. So ist die IKT-Branche im Branchenvergleich Spitzenreiter in Sachen Digitalisierung und das mit großem Abstand. Kommt sie doch auf 273,0 Indexpunkte und übertrifft damit bei weitem den auf 100 Punkte normierten Durchschnitt aller Branchen. Am wenigsten digitalisiert sind hingegen das Sonstige Produzierende Gewerbe (55,6 Indexpunkte), die Tourismusbranche (64,4 Indexpunkte) und das Sonstige Verarbeitende Gewerbe (66,7 Indexpunkte).

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Forschung

Konjunktur auf historischem Tiefstand

Die konjunkturelle Stimmung in der Branche Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) hat sich im zweiten Quartal 2020 weiter eingetrübt. Der ZEW-Stimmungsindikator für die deutsche IKT-Branche verliert im Vergleich zum ersten Quartal 2020 3,5 Punkte und sinkt auf einen historischen Tiefstand von 47,6 Punkten. Damit rutscht der ZEW-Stimmungsindikator erstmals seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 2011 unter die kritische Marke von 50 Punkten und signalisiert eine negative Entwicklung der Geschäfte. Neben Umsatz und Nachfrage blicken die IKT-Unternehmen zudem pessimistisch auf die Veränderungen des Personalbestands.

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Digitale Arbeitswelt

Der digitale Wandel verändert Arbeitsplätze und Tätigkeiten in einer bisher nie dagewesenen Schnelligkeit. Dabei findet die Digitalisierung heute in fast allen Bereichen der Arbeitswelt statt. Wie stark hierdurch menschliche Arbeit ersetzt wird, wird unterschiedlich bewertet. Klar ist, dass durch den digitalen Wandel ein großer Weiterbildungs- und Umschulungsbedarf entsteht, dem sich Beschäftigte und Unternehmen stellen müssen. Dabei ist der Anpassungsdruck für geringqualifizierte Beschäftigte besonders hoch.

#ZEWPodcast

Die Zukunft der Arbeit: Berufswelt im Wandel

Mit der Digitalisierung verändert sich die Arbeitswelt; immer mehr Aufgaben lassen sich automatisieren. Für welche Tätigkeiten es auch in Zukunft noch Menschen braucht und wie sich durch den gegenwärtigen Strukturwandel die Anforderungsprofile für Beschäftigte ändern, darüber spricht ZEW-Ökonomin Professor Melanie Arntz mit Moderatorin Carola Hesch in der neuen Folge des #ZEWPodcast. Für alle, die ein Ende der Arbeit fürchten, gibt sie zunächst einmal Entwarnung: „Unterm Strich wird uns die Arbeit nicht ausgehen.“

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Der technologische Wandel spaltet den Arbeitsmarkt in Deutschland

Digitalisierung und Automatisierung bringen bis zum Jahr 2021 zwar ein moderates Beschäftigungswachstum in Deutschland mit sich, verursachen voraussichtlich aber auch eine steigende Einkommensungleichheit unter Arbeitnehmern/-innen. Entgegen der verbreiteten öffentlichen Wahrnehmung schafft der technologische Wandel perspektivisch mehr Arbeitsplätze, als er zerstört. Von zentraler Bedeutung ist allerdings weniger die Anzahl der betroffenen Jobs, sondern der Strukturwandel am Arbeitsmarkt, der sich mit voranschreitender Digitalisierung und Automatisierung vollzieht.

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Digitalisierung und die Zukunft der Arbeit: Jobkiller?

Auch im Fokus unserer ZEW Lunch Debate standen die Auswirkungen der Digitalisierung auf unsere Arbeitsmärkte.

Weitere Informationen

Projekt

Digitalisierung und Wandel der Beschäftigung

Die Digitalisierung der Arbeitsprozesse schreitet immer weiter voran und führt zu einem grundlegenden Strukturwandel in der Arbeitswelt, der vielfältige Herausforderungen für verschiedene Bereiche der Sozialpolitik mit sich bringt.

Weitere Informationen und Abschlussbericht auf der Projektseite

Daten- und Plattformökonomie

Netzgiganten wie Apple, Google, Amazon, Facebook und Microsoft sind zum Sinnbild der Plattformökonomie geworden, die sich durch Netzwerkeffekte und monopolistische Strukturen auszeichnet. In vielen Bereichen übernehmen digitale Plattformen die Funktion von Vermittlern. Hotelbuchungsplattformen vermitteln Hotelzimmer, digitale Arbeitsmärkte führen die Nachfrage nach Arbeitskräften mit entsprechenden Angeboten zusammen. Ein zentraler Faktor für die Plattformökonomie sind Daten. Sie sind Grundlage für die Entwicklung neuer Dienste und Smartphone-Apps, häufig auch Zahlungsmittel für deren Inanspruchnahme. Aber nicht nur für Plattformbetreiber und App-Entwickler sind Daten wichtig, auch für viele Unternehmen in traditionellen Branchen ist die Analyse großer, unstrukturierter Datenbanken aus unterschiedlichen Quellen mittlerweile ein wichtiges strategisches Instrument.  

Gastbeitrag

Daten richtig teilen: Warum Unternehmen mehr Anreize brauchen

Raus aus den Silos, rein in die Pools: Die Wirtschaft soll stärker kooperieren, um sich in der Datenökonomie besser aufzustellen. Treuhänder können dabei helfen. Ein Gastbeitrag von ZEW-Ökonomin Irene Bertschek.

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#ZEWPodcast

Die Corona-Warn-App: Potential und Schwächen

ZEW-Ökonom Dr. Dominik Rehse im #ZEWPodcast „Wirtschaft • Forschung • Debatten“

Als die Corona-Warn-App auf den Markt kam, wurde sie als eines der wichtigsten Instrumente zur Bekämpfung der Pandemie betrachtet. Diese Hoffnungen haben sich bisher kaum erfüllt. Die Nutzerzahl der App ist nicht groß genug, um das Virus damit effektiv einzudämmen. Die Datenschutzbedenken in der Bevölkerung sind nach wie vor erheblich. Auch sind Nutzerführung und Erfolgsmessung verbesserungswürdig. In der aktuellen Folge des #ZEWPodcasts spricht Dr. Dominik Rehse, Leiter der Nachwuchsforschungsgruppe „Design digitaler Märkte“ über das Potential und die Defizite der Corona-Warn-App. Er erklärt, warum die App trotzdem eine gute Idee ist und wie man sie mit Hilfe eines Reallabors verbessern könnte.

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Forschung

Finanzmarktexperten halten digitale Währungen ohne strenge Aufsicht für gefährlich

Die Einführung und Ausgabe von digitalen Währungen wie Libra, wie sie der Online-Konzern Facebook plant, oder Bitcoin ohne strenge gesetzliche Auflagen wird von Finanzmarktexperten/-innen überwiegend kritisch gesehen: Rund 88 Prozent sind der Überzeugung, dass digitale Währungen ohne enge regulatorische Aufsicht eine Gefahr für die Finanzstabilität darstellen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Sonderfrage im aktuellen ZEW-Finanzmarkttest, an dem sich 193 Finanzmarktexperten/-innen beteiligt haben.

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ZEW-Präsident

Achim Wambach

Die Gestaltung eines wettbewerbsfördernden und am Wohle der Menschen ausgerichteten Rahmen für die Digitalisierung muss höchste Priorität haben.

Aktuelle Veranstaltungen

  • 12.07.2021 Research Seminare