1. 27.09.2016 · ZEW (awh)
    Standpunkt
    ZEW-Präsident | Marktdesign

    Im Jahr 2012 wurde das Gemälde "Der Schrei" von Edvard Munch für den damaligen Rekordpreis von fast 120 Millionen Dollar bei Sotheby’s versteigert. Wie bei Kunstauktionen üblich, wurde eine sogenannte Englische Auktion durchgeführt, die mit einem Mindestgebot startet. Sie endet, sobald kein anderer mehr den Höchstbietenden übertreffen möchte. Das Ergebnis der Auktion wirft allerdings die Frage auf: Wäre der Käufer auch bereit gewesen, mehr zu bezahlen, wenn seine Mitbieter nicht bei 120 Millionen Dollar ausgestiegen wären? Oder anders formuliert: Hätte das Gemälde bei einer Auktion mit anderen Regeln einen noch höheren Preis erzielen können? Mit diesen und verwandten Fragen beschäftigt sich die junge ökonomische Disziplin des Marktdesigns.

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  2. 29.08.2016 · ZEW (awh)
    Standpunkt
    Marktaustritt | Europäische Integration und EU-Politik | Großbritannien
    Deutsche und französische Experten/-innen sehen bei einem Austritt aus dem EU-Energiebinnenmarkt das größere Risiko für Großbritannien.

    Am 23. Juni 2016 haben sich die Briten für einen Ausstieg aus der Europäischen Union entschieden. Bei einer Wahlbeteiligung von mehr als 70 Prozent sprach sich eine Mehrheit von 51,9 Prozent der Wähler/innen für den Brexit aus. Artikel 50 des EU-Vertrags regelt den Ausstieg und sieht eine zweijährige Verhandlungsfrist vor, die sogar verlängert werden kann. Aber sowohl das Vereinigte Königreich wie auch die europäischen Staaten haben ein hohes Interesse, die Verhandlungen zügig zu führen. Die Unsicherheit darüber, wie es weitergehen wird, schadet allen.

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  3. 20.06.2016 · ZEW (awh)
    Standpunkt
    Großbritannien | EU-Binnenmarkt | Europäische Integration und EU-Politik | Marktaustritt

    Es sind nur noch wenige Tage bis zur Wahl. Die britischen Buchmacher halten zwar nach wie vor den Brexit für unwahrscheinlicher, allerdings ist das Rennen offen. Wie auch immer sich die Briten in ihrem EU-Referendum entscheiden, so gibt die Brexit-Debatte doch Anlass, die Ausrichtung der Europäischen Union zu überdenken. EU-Skeptiker sind nicht nur im Vereinigten Königreich im Aufwind, auch in anderen Ländern und nicht zuletzt in Deutschland gewinnen die kritischen Stimmen immer mehr an Gehör und politischer Repräsentanz.

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  4. 30.05.2016 · ZEW (awh)
    Standpunkt
    Regulierung | Freie Berufe | Deregulierung | EU-Regulierung

    Der Europäischen Kommission ist es ein Dorn im Auge, auch die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) übt seit langem Kritik. Deutschland hat Nachholbedarf bei der Regulierung der freiberuflichen Dienstleistungen. Ende Februar wurde sogar die zweite Stufe eines Vertragsverletzungsverfahrens gegen Deutschland eingeleitet. Die Bundesregierung soll sich zu dem Vorwurf äußern, dass die Honorarordnung für Architekten und Ingenieure den Dienstleistungsrichtlinien der EU zuwiderlaufe.

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  5. 03.05.2016 · ZEW (awh)
    Standpunkt

    Seit Anfang März 2016 ermittelt das Bundeskartellamt gegen einen der Großen der digitalen Ökonomie wegen des Verdachts auf Marktmachtmissbrauch: Facebook. Bereits seit Ende 2010 untersucht die Europäische Kommission Wettbewerbsbeschränkungen durch Google. Wird nun also den großen Internetunternehmen Einhalt geboten? Ist die Wettbewerbspolitik überhaupt in der Lage, mit der wachsenden Marktmacht großer Unternehmen in der digitalen Ökonomie angemessen umzugehen?

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  6. 23.03.2016 · ZEW (cfu)
    Standpunkt
    ZEW-Präsident | Soziale Ungleichheit

    Meldungen über wachsende Ungleichheit machen immer wieder Schlagzeilen. Als Reaktion darauf fordern viele eine höhere Besteuerung der "Reichen" und einen Ausbau des Sozialstaates. Wie wirtschaftliche Ungleichheit sich entwickelt und welche Konsequenzen für die deutsche Politik sich daraus ergeben, lässt sich in zehn Thesen zusammenfassen:

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  7. 18.02.2016 · ZEW (cfu)
    Standpunkt

    Das Jahr 2016 hat mit einem Paukenschlag begonnen, der aus China kam und Investoren weltweit aufschreckte: Die chinesische Börse ist innerhalb weniger Tage um fünfzehn Prozent abgestürzt, und die schlechten Nachrichten über die Konjunkturentwicklung häufen sich. In den Jahren vor 2008 expandierte die chinesische Wirtschaft mit Raten zwischen acht Prozent und 14 Prozent. Während der Krise hat China sich erstaunlich robust gezeigt. Aber seit 2011 bröckeln die Zuwachsraten. 2014 lag das Wachstum bei sieben Prozent, in diesem Jahr könnte es auf fünf bis sechs Prozent sinken. Das ist immer noch viel, aber es stellt sich die Frage, ob diese Wachstumsraten wirklich erreichbar sind.

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  8. 17.12.2015 · ZEW (cfu)
    Standpunkt
    Länderfinanzen | Steuerpolitik

    Falls Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble darüber grübeln sollte, wie er seine Länderkollegen zu Weihnachten beschenken kann, braucht er nur den Vorschlag der Länder zur Reform des Finanzausgleichs zu lesen: Neun Milliarden Euro Steuereinnahmen pro Jahr soll der Bund an die Länder abtreten. Dann könnte die frohe Botschaft wahr werden, die der Hamburger Bürgermeister Olaf Scholz derzeit verkündet: "Die schwächeren Länder werden näher an den Durchschnitt gebracht, aber die leistungsstarken Länder behalten mehr Geld als bisher."

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  9. 25.11.2015 · ZEW (cfu)
    Standpunkt
    Umweltbelastung

    Anfang Dezember treffen sich die Staaten der Welt zur Klimakonferenz der Vereinten Nationen in Paris. Das Gipfeltreffen soll zu einem globalen Abkommen über eine Eindämmung von CO2-Emissionen führen. Das Ziel besteht darin, die Erwärmung der Erdatmosphäre auf zwei Grad Celsius zu begrenzen. Wenn die bisherige Expansion von CO2-Emissionen ungehemmt fortgesetzt wird, könnte der Temperaturanstieg vier bis fünf Grad betragen. Hinzu kommen stärkere Temperaturschwankungen, ein Anstieg des Meeresspiegels und andere Veränderungen, die massive ökologische und ökonomische Risiken mit sich bringen.

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  10. 22.10.2015 · ZEW (cfu)
    Standpunkt
    ZEW-Präsident Prof. Dr. Clemens Fuest

    Deutschland erlebt derzeit eine große Zuwanderungswelle. Bis zu einer Million Migranten werden in diesem Jahr erwartet, nächstes Jahr könnten es ähnlich viele werden. Was sind die ökonomischen Folgen der Zuwanderung und wie sollte die Politik in Deutschland und Europa reagieren?

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