1. 23.08.2018 · ZEW (awh)
    Standpunkt
    Fussball-Bundesliga | Fußballsport | Wettbewerb | ZEWnews
    Achim Wambach kritisiert den fehlenden Wettbewerb bei der Vermarktung von Fußballspielen.

    Diese Woche rollt der Ball auch wieder in der ersten Fußball-Bundesliga. Die zweite Liga hat bereits begonnen, und die Absteiger der vergangenen Saison, der 1. FC Köln sowie der HSV, werden alles daran setzen, wieder in die erste Liga zurückzukommen. Dort werden alle versuchen, die Bayern davon abzuhalten, zum siebten Mal in Folge deutscher Meister zu werden. Die Fans hoffen auf einen spannenden Wettbewerb. Wenn es allerdings um die Vermarktung der Spiele geht, spielt Wettbewerb keine Rolle. Die Rechte an diesen Spielen vermarktet nur einer – die Deutsche Fußball Liga (DFL). Und das ist ein Milliardengeschäft. Für die vier Spielzeiten 2017/18 bis 2020/21 erhält die DFL 4,64 Milliarden Euro.

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  2. 09.08.2018 · ZEW (awh)
    Standpunkt

    Alphabet, der Mutterkonzern von Google, ist ein beeindruckendes Unternehmen. Mit einer Marktkapitalisierung von aktuell um die 837 Milliarden US-Dollar zählt es zu den drei wertvollsten Firmen weltweit. Außer Amazon an der Spitze gibt kein anderes Unternehmen so viel Geld wie Alphabet für Forschung und Entwicklung (FuE) aus: Im Jahr 2017 ­waren es 14 Milliarden US-Dollar. Zum Vergleich: Die FuE-Aufwendungen von Volkswagen im selben Jahr betrugen zwölf Milliarden US-Dollar. Und während bis vor zehn Jahren die besten Absolventen/-innen der Eliteuniversitäten die Wall Street als Arbeitgeber suchten, machen sie sich jetzt auf den Weg ins Silicon Valley – mit Google als erster Adresse. Die Verbraucher/innen profitieren ihrerseits davon, dass Google mit seinen Produkten die Suche im Internet revolutioniert und mit Android ein weit verbreitetes, leistungsstarkes Ökosystem für Mobilanwendungen geschaffen hat.

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  3. 16.07.2018 · ZEW (awh)
    Standpunkt
    ZEWnews | Breitbandkommunikation | Telekommunikationsinfrastruktur

    Die Mahnung des EU-Rechnungshofs, dass Deutschland mit seiner bisherigen auf Kupferkabel basierten Ausbaustrategie den Anschluss beim schnellen Internetausbau zu verlieren drohe, ist alarmierend. Schon das Breitband-Ziel, jedem Haushalt mindestens eine Internetgeschwindigkeit von 50 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) bis 2018 zu ermöglichen, konnte die alte Bundesregierung nicht einhalten. Da scheint die Realisierung des neuen Versprechens, bis 2025 den flächendeckenden Ausbau mit Gigabit-Netzen, also Geschwindigkeiten von 1.000 Mbit/s, zu erreichen, in weiter Ferne. Derzeit liegt Deutschland beim Anteil der Haushalte mit Glaserfaseranschluss auf dem fünftletzten Platz in Europa. Dabei gibt es Wege zur Gigabit-Gesellschaft.

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  4. 25.05.2018 · ZEW (awh)
    Standpunkt
    ZEWnews | Wettbewerbspolitik | EU-Binnenmarkt | ZEW-Präsident

    Der Europäische Binnenmarkt kann seit dem offiziellen Start im Januar 1993 nach 25 Jahren als Erfolgsgeschichte bezeichnet werden. Er bietet Marktzugang zu mehr als 500 Millionen Menschen und machte im vergangenen Jahr 16,5 Prozent des weltweiten Bruttoinlandsprodukts aus. Damit ist der Binnenmarkt der Europäischen Union der größte gemeinsame Wirtschaftsraum der Welt. Allerdings besteht noch Ausbaupotenzial.

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  5. 25.04.2018 · ZEW (awh)
    Standpunkt
    Krankenversicherung | Gesundheitsversorgung | Wettbewerb | ZEW-Präsident

    Das Gesundheitssystem in Deutschland ist durchschnittlich. So urteilt die OECD in ihrem neuesten Gesundheitsbericht. Das liegt nicht an zu geringen Ausgaben – sowohl in dieser Hinsicht als auch mit Blick auf die Anzahl der Ärzte sowie Betten pro Einwohner liegt Deutschland über dem Durchschnitt der OECD-Länder. Aber bei der Qualität hapert es – die Sterberate nach Herzinfarkten oder geburtstraumatische Verletzungen sind in Deutschland höher als im Durchschnitt.

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  6. 27.03.2018 · ZEW (awh)
    Standpunkt
    ZEW-Präsident

    Das Bundeskartellamt feiert dieses Jahr seinen 60. Geburtstag und kann auf eine Erfolgsgeschichte zurückblicken. Aber zum Zurücklehnen ist keine Zeit. Aufgabe des Bundeskartellamts ist es, das Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB) – die Grundlage des deutschen Kartellrechts – durchzusetzen und damit den Wettbewerb zu bewahren. Das GWB definiert Regeln für die zentralen Wettbewerbsinstrumente Kartellbekämpfung, Missbrauchsaufsicht und Fusionskontrolle. Vor der Verabschiedung stieß das Gesetz allerdings nicht nur auf Beifall. Ludwig Erhard als zentraler Befürworter einer gesetzlich festgelegten Wettbewerbsordnung hatte in den 1950er Jahren keine leichte Aufgabe, sich gegen die Stimmen der Industrie durchzusetzen. 1957 wurde das GWB schließlich beschlossen und ist seit dem 1. Januar 1958 in Kraft.

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  7. 27.02.2018 · ZEW (awh)
    Standpunkt
    ZEW-Präsident | Öffentlicher Haushalt | Öffentliche Finanzplanung
    Achim Wambach erläutert die Auswirkungen des Brexit auf den MFR

    Neben den Verhandlungen zum Brexit wird dieses Thema die Gemüter in Brüssel und in den Mitgliedstaaten der Europäischen Union in diesem Jahr besonders bewegen: Bis Ende Mai will EU-Haushaltskommissar Günther Oettinger einen Vorschlag für den zukünftigen mehrjährigen Finanzrahmen (MFR) vorlegen. Der MFR wird Volumen und Ausgabeschwerpunkte des EU-Haushalts für sieben Jahre fixieren. Möglichst noch vor der Europawahl 2019 soll der MFR verabschiedet werden. Im MFR wird sich zeigen, wo die EU ihre Schwerpunkte in den Jahren nach 2020 legen will.

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  8. 21.12.2017 · ZEW (awh)
    Standpunkt
    Europäisches Emissionshandelssystems (EU ETS) | EU-Energiepolitik | Bundesregierung

    Mit dem Abbruch der Sondierung für eine Jamaika-Koalition wurde eine Chance vertan – die Energiewende mit der Ausrichtung an ökologischen Zielen und ökonomischen Regeln voranzubringen. Die Herausforderungen der Energiewende sind gewaltig. Die Kombination von ökologischer Notwendigkeit mit ökonomischer Effizienz ist deshalb zwingend. Und wenn Deutschland, als wohlhabendes, diskursgewohntes Land in diesem Punkt scheitert, braucht man von einer Vorreiterrolle in der Klimapolitik nicht mehr zu sprechen.

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  9. 30.11.2017 · ZEW (awh)
    Standpunkt
    Krankenversicherung

    Unter der Obhut des Bundesversicherungsamts werden Jahr für Jahr mehr als 200 Milliarden Euro aus dem Gesundheitsfonds an die gesetzlichen Krankenkassen verteilt. Doch diese Verteilung ist umstritten. Das Prinzip dahinter ist einleuchtend: Die Krankenkassen sollen für jeden Versicherten genau so viel Geld bekommen, wie die erwarteten Ausgaben des Versicherten im nächsten Jahr sind. So sollen die Krankenkassen keinen Anreiz haben, kranke Versicherte abzuweisen oder sich schlecht um sie zu kümmern, nur weil sie mehr Ausgaben verursachen. Für Kranke gibt es ja dann auch mehr Geld aus dem Gesundheitsfonds. Auch wenn das Prinzip akzeptiert ist, sorgt die Umsetzung immer wieder für Ärger.

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  10. 26.10.2017 · ZEW (awh)
    Standpunkt
    Öffentliche Verwaltung

    Alle Parteien haben die Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft in ihren Wahlprogrammen beschworen. Das ist gut so. Unter den Schlagworten Industrie 4.0, Digital Hubs und dem Ruf nach einem schnelleren Breitbandausbau soll das Tempo des digitalen Wandels in den Branchen und Betrieben forciert werden. Doch jeder kehre auch vor seiner Tür. Denn beim Stand der Digitalisierung in den Bereichen mit staatlichem Gestaltungsauftrag besteht in Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern großer Aufholbedarf.

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