1. 23.07.2012 · ZEW (wfr)
    Standpunkt

    Inwieweit der Einzug Griechenlands ins Viertelfinale der Fußball-Europameisterschaft 2012 das griechische Wahlvolk beflügelt haben mag, ist unbekannt. Jedenfalls verschafft der Ausgang der Wahlen vom 17. Juni eine Atempause, die nun genutzt werden muss.

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  2. 04.06.2012 · ZEW (wfr)
    Standpunkt
    Wachstumspolitik

    Wie ein deus ex machina mutiert Wachstum allmählich zum Hoffnungsträger des Jahres 2012. Angefeuert durch Wahlversprechen des neuen französischen Staatspräsidenten wird fälschlicherweise ein Gegensatz zu einer Austeritätspolitik aufgebaut, um endlich den (deutschen) "Kaputtsparern" das Handwerk zu legen und auf den Weg des bequemeren Schuldenmachens zurück zu kehren. Kaum Beachtung finden Erfahrungen und Überlegungen hinsichtlich einer Wachstumspolitik, nicht zuletzt auf der angemahnten EU-Ebene, angefangen von der verunglückten Lissabon-Strategie des Jahres 2000 bis hin zu den derzeit diskutierten "Projektbonds" der Europäischen Investitionsbank. Und zu allem Überfluss liegt häufig eine Verwechslung zwischen Wachstum und Konjunktur vor.

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  3. 11.05.2012 · ZEW (wfr)
    Standpunkt
    Insolvenzrecht | Sozialtransfer

    Eine bekannte Redensart besagt, ein Ende mit Schrecken sei besser als ein Schrecken ohne Ende. Im Fall der Insolvenz der Drogeriekette Schlecker stimmt dies nicht, denn hier ging es – überspitzt formuliert – vielmehr um die Alternative: Ende ohne Schrecken versus Schrecken ohne Ende.

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  4. 12.04.2012 · ZEW (wfr)
    Standpunkt
    Datenschutz

    Das Soziale ist für die meisten Menschen mit einem Wohlgefühl, zumindest mit einer positiven Konnotation versehen. Deshalb schmücken sich zahlreiche Institutionen mit diesem Adjektiv, angefangen von der Sozialen Marktwirtschaft bis hin zu den Sozialpartnern. Bei den "sozialen" Netzwerken Facebook, Google+ und Twitter will sich jedoch ein solches Wohlgefühl nicht mehr so recht einstellen, vielmehr läuft es selbst eifrigen Befürwortern seit kurzem eiskalt den Rücken runter. Solche Netzwerke sind keine Sozialeinrichtung, sondern kommerzielle, gewinnorientierte Vermarkter von Nutzerdaten zu vielfältigen Zwecken. Es mutet schon hanebüchen an, wie viele nicht nur junge Nutzer allen Ernstes glauben, die Betreiber der Netzwerke seien uneigennützige Helfer der Menschheit. Das wäre hinnehmbar, gäben nicht neueste Entwicklungen Anlass zur Sorge.

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  5. 05.03.2012 · ZEW (wfr)
    Standpunkt

    Im Rahmen des auf dem EU-Gipfel Ende Januar 2012 beschlossenen Fiskalpakts wollen 25 EU-Staaten nationale Schuldenbremsen gesetzlich verankern. Als Orientierungshilfe für deren Ausgestaltung dienen dabei häufig die Schuldenregeln in Deutschland und in der Schweiz. Damit erhebt sich die Frage, wie effektiv die hiesige Schuldenregel potenzielle Schlupflöcher vermeidet und wie weit ihre Umsetzung gediehen ist. Dabei sind Bund und Länder getrennt zu behandeln.

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  6. 22.02.2012 · ZEW (wfr)
    Standpunkt
    Europäische Wirtschafts- und Währungsunion

    Wenn es um die Bewältigung der Krise im Euroraum geht, erschöpfen sich die Einlassungen zahlreicher Experten darin, praktisch alle kursierenden Lösungsvorschläge zu verdammen. Stattdessen wird allein auf die Notwendigkeit von Konsolidierungs- und Anpassungsprogrammen in den Problemländern verwiesen. Keine Frage: Diese sind unbedingt erforderlich. Aber falls die Finanzmärkte skeptisch bleiben - was dann?

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  7. 13.12.2011 · ZEW (wfr)
    Standpunkt

    Die Sünden der Problemländer des Euro-Raums zu Recht an den Pranger zu stellen, ist weitaus beliebter als ihre Anstrengungen, auf den Pfad der finanzpolitischen Tugend zurückzukehren, zu würdigen. Diese Bemühungen können sich sehen lassen. Dazu hat der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in seinem jüngsten Jahresgutachten Berechnungen veröffentlicht.

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  8. 14.11.2011 (wfr)
    Standpunkt
    Zeitarbeit

    Die Zeitarbeit hat sich in den vergangenen Jahren außerordentlich dynamisch entwickelt. Die Arbeit der Leiharbeitnehmer – so ihre gesetzliche Benennung – stieg von rund 340 Tausend Personen Ende des Jahres 2000 auf 824 Tausend Ende des Jahres 2010. Dieser Anstieg hat sich im Jahr 2011 fortgesetzt. Allerdings ist die Bedeutung der Zeitarbeit nach wie vor gering. Der Anteil der Leiharbeitnehmer an allen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten beläuft sich derzeit auf knapp 3 v. H. Im internationalen Vergleich liegt Deutschland damit auf dem fünften Platz, beispielsweise nach dem Vereinigten Königreich und den Niederlanden.

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  9. 12.10.2011 · ZEW (wfr)
    Standpunkt

    Die Zunft der Ökonomen steht angesichts unzutreffender Vorhersagen der künftigen wirtschaftlichen Entwicklung am Pranger. Nicht zuletzt von Seiten der Naturwissenschaften stammen spöttische und bisweilen maliziöse Kommentare, etwa wenn es um die Beurteilung von Forschungsaktivitäten aus dem Bereich der Wirtschaftswissenschaften geht. Da liegt es nahe, den Spieß einmal umzudrehen, denn Fehlprognosen im Bereich der Naturwissenschaften sind Legion und in ihren Folgen vermutlich wesentlich teurer als die der Ökonomen.

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  10. 08.09.2011 (wfr)
    Standpunkt
    EZB

    Es ist noch nicht sehr lange her, da erfreute sich die Europäische Zentralbank (EZB) großer Hochachtung auf Grund ihrer glaubwürdigen Unabhängigkeit und stabilitätsorientierten Geldpolitik. Nunmehr ist die EZB in schweres Fahrwasser geraten, weil eben diese Unabhängigkeit von der (Finanz-) Politik auf dem Spiel steht. Auf Befremden ist überdies ihre erbitterte Ablehnung einer Umschuldung griechischer Staatsanleihen und damit zusammenhängend ihr unverhältnismäßig starker Fokus auf die Urteile von Rating-Agenturen gestoßen.

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