Sowohl die Anzahl der Unternehmen als auch der Umsatz haben sich in der deutschen Kultur- und Kreativwirtschaft zuletzt positiv entwickelt. Während die Zahl der Unternehmen auf über 250.000 stieg, legte der Umsatz im vergangenen Jahr um 3,5 Milliarden Euro auf 150,4 Milliarden Euro zu. Diese Ergebnisse gehen aus dem aktuellen Monitoringbericht zur Kultur- und Kreativwirtschaft in Deutschland hervor, den das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) und das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI) im Rahmen der Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft der Bundesregierung regelmäßig erarbeiten.

Auch die Zahl der Beschäftigten stieg im Jahr 2015 deutlich auf nun knapp 1,085 Millionen Kernerwerbstätige (Summe aus Selbständigen und sozialversicherungspflichtige Beschäftigten) an. Im Bereich der geringfügigen Beschäftigung gingen die Zahlen dagegen deutlich zurück. Im Jahr 2015 gingen rund 7,4 Prozent weniger Beschäftigte einer geringfügigen Erwerbstätigkeit in der Kultur- und Kreativwirtschaft nach, als das noch im Jahr 2014 der Fall war. Die Zahl der Erwerbstätigen mit einem kulturellen oder kreativen Berufshintergrund innerhalb der Kultur- und Kreativwirtschaft hat von 2013 bis 2015 um 6,6 Prozent zugenommen und beläuft sich im Jahr 2015 auf rund 460.000. Rund 1,6 Millionen Kultur- und Kreativschaffende sind zudem außerhalb der Kultur- und Kreativwirtschaft tätig und machen hier rund 4,3 Prozent der Beschäftigten aus.

Der Monitoringbericht 2016 gibt Aufschluss über die Bedeutung, Situation und Entwicklung der Kultur- und Kreativwirtschaft innerhalb der Gesamtwirtschaft. Schwerpunktthema des aktuellen Berichts ist die Internationalisierung. Der Monitoringbericht wird am 24. November 2016 im Rahmen der Jahreskonferenz Kultur- und Kreativwirtschaft durch Brigitte Zypries, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, vorgestellt.

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