Corona-Krise lässt Stimmungslage bei gewerblichen Immobilienfinanzierungen auf historischen Tiefstand fallen

DIFI-Report von ZEW und JLL

Auch der Deutsche Immobilienfinanzierungsindex (DIFI) von ZEW und JLL kann sich der anhaltenden Corona-Krise nicht entziehen. Im zweiten Quartal 2020 fällt der Stimmungsindikator um 37,8 Punkte auf nun minus 56,7 Punkte. Sowohl die Einschätzung der aktuellen Finanzierungssituation wie auch die Finanzierungserwartung für die kommenden sechs Monate sind deutlich zurückgegangen. Die vielfältigen wirtschaftlichen Folgen sowie die ungewisse Wirkung nationaler und europäischer Konjunkturpakete sorgen für den schlechtesten Wert seit dem Beginn der Umfrage 2011.

Dabei haben alle Nutzungsarten deutlich verloren. Besonders stark eingebrochen ist die Einschätzung der Finanzierungssituation im Einzelhandel, die sich bereits vor der Corona-Krise auf einem niedrigen Niveau bewegte. Weniger negativ wird die Situation bei Logistikimmobilien bewertet. Grund hierfür ist der Anstieg des Onlinehandels in den vergangenen Monaten. Dies sind zentrale Ergebnisse der Umfrage zum gewerblichen Immobilienfinanzierungsmarkt in Deutschland, die vom ZEW in Kooperation mit JLL vierteljährlich durchgeführt wird.

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DIFI-Report Quartal 2 - 2020

Der Deutsche Immobilienfinanzierungsindex (DIFI)

Der Deutsche Immobilienfinanzierungsindex (DIFI) bildet die Einschätzungen der aktuellen Geschäftslage (vergangene sechs Monate) und der Geschäftserwartungen (kommende sechs Monate) bezüglich der deutschen Immobilienfinanzierungsmärkte ab. Er wird quartalsweise ermittelt und berechnet sich als Mittelwert der Salden für die Immobilienmarktsegmente Büro, Einzelhandel, Logistik, Wohnen und Hotel. Die Salden für die Segmente ergeben sich aus den prozentualen positiven und negativen Antworten der Umfrageteilnehmerinnen und Umfrageteilnehmer auf die Frage nach der Lage und der Erwartung für den deutschen Immobilienfinanzierungsmarkt. Der DIFI wird in Kooperation von Jones Lang LaSalle (JLL) und dem ZEW – Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung erhoben und veröffentlicht. An der Umfrage vom 4. bis 18 Mai 2020 beteiligten sich 27 Expertinnen und Experten.

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Wissenschaftlicher Kontakt Dr. Carolin Schmidt
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Referentin Online-Kommunikation, Yvonne Bräutigam, MSc
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