Von China ausgehend breitet sich die Lungenkrankheit Covid-19 seit Ende 2019 rapide aus. Weltweit haben sich mehrere Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Neben den gesundheitlichen Folgen, fügt die Pandemie unserer Wirtschaft großen Schaden zu. Auf unserer Themenseite finden Sie wichtige ZEW-Inhalte zur Corona-Krise. Unsere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler beschäftigen sich unter anderem mit der Gefährdung von Unternehmen durch die Corona-Pandemie sowie der verstärkten Nutzung von Homeoffice. Außerdem erforschen wir Konjunktur- und Wachstumseffekte für Deutschland, Europa, China und die Weltwirtschaft und bewerten die Maßnahmen der Europäischen Zentralbank (EZB) im Kampf gegen das Virus.

Achim Wambach
ZEW-Präsident

Prof. Achim Wambach

Für Rückfragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.
Tel.: +49 (0)621 1235-100
Anfrage per E-Mail

Die Corona-Pandemie ist ein Informationsproblem. Wenn jeder, der sich infiziert, dies direkt erkennen würde und direkt erkennbar wäre, wäre die Verhinderung der Ausbreitung des Virus unproblematisch.

Forschung und Kommentare

Forschung

Jeder sechste Haushalt rief trotz Bedarfs keine Sozialleistungen ab

Ein Viertel der Privathaushalte erlitt zum Höhepunkt der zweiten Welle der Corona-Pandemie einen Einkommensrückgang. Bezieht man Vermögensverluste mit ein, waren rund 43 Prozent der deutschen Haushalte von finanziellen Verlusten betroffen. Unter letzteren nahm knapp ein Viertel sozialpolitische Unterstützungen in Anspruch.

Weiterlesen

Forschung

Eltern leiden im Lockdown psychisch stärker als andere Berufstätige

Die mentalen Gesundheitsrisiken der Pandemie und der Pandemiemaßnahmen wurden immer wieder öffentlich diskutiert, auch in den Niederlanden. Dort sank die psychische Gesundheit, die auf einer Skala von 0 bis 100 (100 entspricht perfekter Gesundheit) gemessen wird, von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern im ersten Lockdown stark ab, erholte sich jedoch relativ schnell wieder und erreichte ein ähnliches Niveau wie vor der Corona-Pandemie. Den größten Abfall in der psychischen Gesundheit ließ sich im März 2020 beobachten zeitgleich mit dem ersten Lockdown.

Weiterlesen

Forschung

Mehr Covid-19-Infektionen nach „Querdenken“-Demonstrationen

Die „Querdenken“-Demonstrationen im November 2020 haben dazu beigetragen, dass sich das Corona-Virus innerhalb Deutschlands stark verbreitet hat. Dies zeigt eine aktuelle Studie des ZEW Mannheim und der Humboldt-Universität zu Berlin, die die Auswirkungen zweier großer „Querdenken“-Kundgebungen, die im November 2020 stattfanden, auf die Sieben-Tage-Inzidenz bis Ende Dezember analysiert.

Weiterlesen

Die Corona-Pandemie ist ein Informationsproblem

Klicken Sie auf den unteren Button, um den Inhalt nachzuladen.

Die Corona-Pandemie ist ein Informationsproblem. Doch wie überwinden? ZEW-Präsident Achim Wambach in seinem Standpunkt zur Teststrategie.

Unsere Expertinnen und Experten am ZEW

Themen

Sparverhalten, Finanzwissen, Renten, Demographie

Themen

EU-Themen, Föderalismus, Geldpolitik, Öffentliche Finanzen, Steuern

Themen

Digitalisierung, Digitale Wirtschaft

Themen

Finanzmärkte, Konjunktur

Themen

Unternehmen, Unternehmensgründungen, Innovationen, Insolvenzen

Wirtschaftliche Entwicklung

Neben den großen gesundheitlichen Schäden sind auch die ökonomischen Folgen des Corona-Virus für die deutsche, europäische und globale Wirtschaft derzeit in ihrem Ausmaß noch nicht absehbar. Klar ist aus heutiger Sicht, dass die Pandemie das Potenzial eines gravierenden negativen konjunkturellen Schocks hat. Die ökonomischen Risiken sind deshalb so groß, weil es sich bei dieser Pandemie um eine gleichzeitige Störung von Angebot und Nachfrage handelt. So kommt es in den betroffenen Regionen zu einem dramatischen Rückgang aller Dienstleistungen, bei denen Menschen zusammentreffen. Inwieweit die geldpolitischen Maßnahmen der EZB die Eurozone zu stabilisieren vermögen, bleibt abzuwarten.

ZEW-Konjunkturerwartungen

Erwartungen steigen leicht, bleiben aber deutlich negativ

Die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland steigen in der aktuellen Umfrage vom Mai 2022 um 6,7 Punkte auf einen Wert von minus 34,3 Punkten. Die Einschätzung der konjunkturellen Lage für Deutschland verschlechtert sich in der aktuellen Umfrage erneut. Der Wert des Lageindikators sinkt um 5,7 Punkte und liegt damit bei minus 36,5 Punkten. Dies ist der dritte Rückgang in Folge seit Beginn des Kriegs in der Ukraine. Die ZEW-Konjunkturerwartungen und die Lagebeurteilung weisen nach wie vor auf eine Verschlechterung der deutschen Wirtschaft in den nächsten sechs Monaten hin.

Weiterlesen

Forschung

Corona-Krise belastet M&A-Aktivitäten

Die Corona-Krise trifft Unternehmen hart. Auch M&A-Deals bleiben davon nicht verschont. So ist die Anzahl der Fusionen und Übernahmen (Mergers & Acquisitions, M&A) mit deutscher Beteiligung aufgrund der Corona-Pandemie stark zurückgegangen. Eine ähnliche Entwicklung zeigt sich auch bei M&A-Transaktionen auf internationaler Ebene. So hat die Anzahl der Fusionen und Übernahmen von und mit Unternehmen, die in Nordamerika, China oder Westeuropa ansässig sind, ebenfalls deutlich abgenommen.

Weiterlesen

Forschung

Zu langes Festhalten an Krisenpolitiken begünstigt Zombifizierung der Wirtschaft

Die EU-Mitgliedstaaten sind in der ausklingenden Corona-Krise nun auch noch durch den Ukraine-Krieg mit einer neuen ökonomischen Krisensituation konfrontiert. Die schnelle Krisenabfolge verstärkt die Notwendigkeit, Krisenpakete sehr zielgenau und zeitlich begrenzt aufzulegen, um die Vergeudung öffentlicher Mittel zu vermeiden und finanziellen Handlungsspielraum zu erhalten. Eine neue Studie des ZEW Mannheim für das Europäische Parlament hat vor diesem Hintergrund untersucht, welche Mitgliedstaaten in den letzten zwei Jahren eine nicht ausreichend zielgenaue Corona-Politik betrieben haben und trotz wirtschaftlicher Erholung zu lange im Krisenmodus verbleiben. Zu langsam in der Rückführung der Hilfen agieren besonders Italien, Frankreich und Griechenland. Für Deutschland kritisiert die Studie besonders ein zu langes Festhalten an sehr großzügigen Kurzarbeiterregeln.

Weiterlesen

Arbeitswelt und Unternehmen in Deutschland

Wie wirkt sich die Corona-Pandemie auf unsere Arbeitswelt aus? Sind deutsche Unternehmen in Gefahr? Und wo liegen bisher ungenutzte Potenziale? Unsere ZEW-Wissenschaftlerinnen und -Wissenschaftler zeigen, dass die Corona-Krise unsere Arbeitswelt verändert. So erlebt zum Beispiel das Arbeiten von zu Hause einen ungeahnten Schub. Des Weiteren zeigen unsere Forschungsergebnisse, dass die Corona-Pandemie die Existenz von Unternehmen gefährdet. Viele, vor allem kleinere Betriebe, haben eine zu geringe Bonität, um längere Schließungen verkraften zu können.

Forschung

Unternehmen halten nach der Pandemie an hybriden Arbeitsmodellen fest

Viele Unternehmen in Deutschland planen auch nach dem Ende der Corona-Pandemie hybride Arbeitsmodelle einzusetzen und den Beschäftigten damit einen Mix aus Präsenzarbeit und Homeoffice zu ermöglichen. Eine im Dezember 2021 und Januar 2022 durchgeführte Unternehmensbefragung des ZEW Mannheim gibt nun Aufschluss darüber, welche zeitliche Aufteilung bei den geplanten Homeoffice-Angeboten zum Einsatz kommen soll. Sowohl in der Informationswirtschaft als auch im Verarbeitenden Gewerbe planen die Unternehmen insbesondere mit hybriden Modellen, bei denen die Beschäftigten 1-3 Tage pro Woche von zuhause arbeiten können. Der Anteil der Beschäftigten, die nach dem Ende der Pandemie mehrmals pro Woche im Homeoffice arbeiten werden, fällt dabei nach Einschätzung der Unternehmen deutlich höher aus als vor der Corona-Krise.

Weiterlesen

Forschung

Corona-Pandemie wirkt als Hemmnis und als Impulsgeber für Innovationen

Die deutsche Wirtschaft hat im ersten Jahr der Corona-Krise ihre Innovationsausgaben um 3,6 Prozent auf 170,5 Milliarden Euro reduziert. Zwölf Prozent der Unternehmen haben aufgrund der Pandemie gänzlich auf die Durchführung von Innovationsaktivitäten verzichtet. Gleichzeitig haben elf Prozent der Unternehmen aufgrund der Pandemie-Situation in zusätzliche Produktinnovationen investiert, zwölf Prozent haben zusätzliche Prozessinnovationen vorangetrieben. Das sind zentrale Ergebnisse der Innovationserhebung 2021, für die das ZEW Mannheim im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) im Jahr 2021 die Unternehmen in Deutschland befragt hat.

Weiterlesen