Von China ausgehend breitet sich die Lungenkrankheit Covid-19 seit Ende 2019 rapide aus. Weltweit haben sich mehrere Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Neben den gesundheitlichen Folgen, fügt die Pandemie unserer Wirtschaft großen Schaden zu. Auf unserer Themenseite finden Sie wichtige ZEW-Inhalte zur Corona-Krise. Unsere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler beschäftigen sich unter anderem mit der Gefährdung von Unternehmen durch die Corona-Pandemie sowie der verstärkten Nutzung von Homeoffice. Außerdem erforschen wir Konjunktur- und Wachstumseffekte für Deutschland, Europa, China und die Weltwirtschaft und bewerten die Maßnahmen der Europäischen Zentralbank (EZB) im Kampf gegen das Virus.

Achim Wambach
ZEW-Präsident

Prof. Achim Wambach

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Die Corona-Pandemie ist ein Informationsproblem. Wenn jeder, der sich infiziert, dies direkt erkennen würde und direkt erkennbar wäre, wäre die Verhinderung der Ausbreitung des Virus unproblematisch.

Aktuelle Forschung und Kommentare

Forschung

Eltern leiden im Lockdown psychisch stärker als andere Berufstätige

Die mentalen Gesundheitsrisiken der Pandemie und der Pandemiemaßnahmen wurden immer wieder öffentlich diskutiert, auch in den Niederlanden. Dort sank die psychische Gesundheit, die auf einer Skala von 0 bis 100 (100 entspricht perfekter Gesundheit) gemessen wird, von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern im ersten Lockdown stark ab, erholte sich jedoch relativ schnell wieder und erreichte ein ähnliches Niveau wie vor der Corona-Pandemie. Den größten Abfall in der psychischen Gesundheit ließ sich im März 2020 beobachten zeitgleich mit dem ersten Lockdown.

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Forschung

Herdenimmunität gelingt nur mit einem flexiblen Vergütungssystem für Mediziner/innen

Die Impfkampagne in Deutschland soll maßgeblich mit der Unterstützung von Hausärzten/-innen vorankommen. Mit zunehmender Durchimpfung der Bevölkerung werden zusätzliche Anstrengungen der Mediziner/innen nötig, um die Impfkampagne voranzutreiben und letztlich Herdenimmunität zu erzielen. Impfende Mediziner/innen brauchen deshalb eine flexible und bedarfsorientierte Kostenerstattung. Ein aktueller ZEW policy brief schlägt ein flexibles Vergütungssystem vor, das Mittel zur Erreichung einer hohen Impfprävalenz effizient bereitstellt und verteilt.

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Forschung

Mehr Covid-19-Infektionen nach „Querdenken“-Demonstrationen

Die „Querdenken“-Demonstrationen im November 2020 haben dazu beigetragen, dass sich das Corona-Virus innerhalb Deutschlands stark verbreitet hat. Dies zeigt eine aktuelle Studie des ZEW Mannheim und der Humboldt-Universität zu Berlin, die die Auswirkungen zweier großer „Querdenken“-Kundgebungen, die im November 2020 stattfanden, auf die Sieben-Tage-Inzidenz bis Ende Dezember analysiert.

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#ZEWPodcast

Die Corona-Warn-App: Potential und Schwächen

ZEW-Ökonom Dr. Dominik Rehse im #ZEWPodcast „Wirtschaft • Forschung • Debatten“

Als die Corona-Warn-App auf den Markt kam, wurde sie als eines der wichtigsten Instrumente zur Bekämpfung der Pandemie betrachtet. Diese Hoffnungen haben sich bisher kaum erfüllt. Die Nutzerzahl der App ist nicht groß genug, um das Virus damit effektiv einzudämmen. Die Datenschutzbedenken in der Bevölkerung sind nach wie vor erheblich. Auch sind Nutzerführung und Erfolgsmessung verbesserungswürdig. In der aktuellen Folge des #ZEWPodcasts spricht Dr. Dominik Rehse, Leiter der Nachwuchsforschungsgruppe „Design digitaler Märkte“ über das Potential und die Defizite der Corona-Warn-App. Er erklärt, warum die App trotzdem eine gute Idee ist und wie man sie mit Hilfe eines Reallabors verbessern könnte.

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ZEW zur Corona-Krise in den Medien

Gastbeitrag

Es hätte wirtschaftlich viel schlimmer kommen können

Die Corona-Krise ist furchtbar. Ökonomisch konnte immerhin vieles abgefedert werden - doch es gab auch Probleme.

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Interview

Homeoffice allein reicht nicht

IT-Expertin Irene Bertschek fordert, die Digitalisierung auch nach der Corona-Krise weiter voranzutreiben. Dabei kann Unternehmen die Teilnahme an einer Studie des stern helfen.

Zum Interview mit ZEW-Ökonomin Irene Bertschek bei stern.de

ZEW policy brief

Vorschlag von Ökonomen: So erreichen wir die Herdenimmunität

Mit zunehmender Verfügbarkeit von Impfstoffen und sinkenden Infektionszahlen stellt sich bald ein neues Problem: die Impfunwilligen. ZEW-Ökonomen haben dagegen nun ein Konzept entwickelt. Es setzt auf Anreize für Ärzte, ihre Patienten zum Impfen zu animieren.

Weiterlesen bei wiwo.de

Kommentar

Contact-Tracing-App: Mit Anreizen und Tempo zur App

„Wir müssen die Menschen schnell von der App überzeugen und dafür Anreize sinnvoll einsetzen.“ ZEW-Ökonom Dominik Rehse kommentiert die Contact-Tracing-App im Wirtschaftssdienst.

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Die Corona-Pandemie ist ein Informationsproblem

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Die Corona-Pandemie ist ein Informationsproblem. Doch wie überwinden? ZEW-Präsident Achim Wambach in seinem Standpunkt zur Teststrategie.

Unsere Expertinnen und Experten am ZEW

Themen

EU-Themen, Föderalismus, Geldpolitik, Öffentliche Finanzen, Steuern

Themen

Digitalisierung, Digitale Wirtschaft

Themen

Finanzmärkte, Konjunktur

Themen

Personalökonomik, Flexible Arbeitszeitmodelle, Homeoffice

Themen

Unternehmen, Unternehmensgründungen, Innovationen, Insolvenzen

Wirtschaftliche Entwicklung

Neben den großen gesundheitlichen Schäden sind auch die ökonomischen Folgen des Corona-Virus für die deutsche, europäische und globale Wirtschaft derzeit in ihrem Ausmaß noch nicht absehbar. Klar ist aus heutiger Sicht, dass die Pandemie das Potenzial eines gravierenden negativen konjunkturellen Schocks hat. Die ökonomischen Risiken sind deshalb so groß, weil es sich bei dieser Pandemie um eine gleichzeitige Störung von Angebot und Nachfrage handelt. So kommt es in den betroffenen Regionen zu einem dramatischen Rückgang aller Dienstleistungen, bei denen Menschen zusammentreffen. Inwieweit die geldpolitischen Maßnahmen der EZB die Eurozone zu stabilisieren vermögen, bleibt abzuwarten.

ZEW-Konjunkturerwartungen

Konjunkturerwartungen fallen

Die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland sinken in der aktuellen Umfrage vom September 2021 um 13,9 Punkte auf 26,5 Punkte. Seit Mai gingen die Erwartungen damit vier Mal in Folge zurück. Die Einschätzung der konjunkturellen Lage für Deutschland verbessert sich hingegen erneut und liegt im September bei 31,9 Punkten, dies ist ein Anstieg um 2,6 Punkte gegenüber dem Vormonat.

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Forschung

Corona-Krise belastet M&A-Aktivitäten

Die Corona-Krise trifft Unternehmen hart. Auch M&A-Deals bleiben davon nicht verschont. So ist die Anzahl der Fusionen und Übernahmen (Mergers & Acquisitions, M&A) mit deutscher Beteiligung aufgrund der Corona-Pandemie stark zurückgegangen. Eine ähnliche Entwicklung zeigt sich auch bei M&A-Transaktionen auf internationaler Ebene. So hat die Anzahl der Fusionen und Übernahmen von und mit Unternehmen, die in Nordamerika, China oder Westeuropa ansässig sind, ebenfalls deutlich abgenommen.

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Forschung

Einkommenseinbußen durch Corona: Risikobereitschaft sinkt

Personen, die durch die Corona-Pandemie starke finanzielle Einbußen erfahren, zeigen eine signifikant geringere Risikobereitschaft. Dieser Zusammenhang ist bei Haushalten mit geringem Einkommen besonders stark ausgeprägt. Andere Persönlichkeitsmerkmale wie Geduld und Kontrollüberzeugung hingegen ändern sich nach wirtschaftlichen Verlusten nicht.

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Informationswirtschaft

Konjunktureinbruch in der IKT-Branche

Die konjunkturelle Stimmung in der Branche Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) in Deutschland ist im ersten Quartal 2020 auf einen historischen Tiefstand gefallen. In Folge der Corona-Pandemie stürzt der ZEW Stimmungsindikator für die IKT-Unternehmen auf einen Stand von 51,1 Punkten ab und verliert damit mehr als 17 Punkte im Vergleich zum Vorquartal. Seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 2011 ist das wirtschaftliche Klima niemals schlechter ausgefallen oder vergleichbar rapide gesunken.

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Arbeitswelt und Unternehmen in Deutschland

Wie wirkt sich die Corona-Pandemie auf unsere Arbeitswelt aus? Sind deutsche Unternehmen in Gefahr? Und wo liegen bisher ungenutzte Potenziale? Unsere ZEW-Wissenschaftlerinnen und -Wissenschaftler zeigen, dass die Corona-Krise unsere Arbeitswelt verändert. So erlebt zum Beispiel das Arbeiten von zu Hause einen ungeahnten Schub. Des Weiteren zeigen unsere Forschungsergebnisse, dass die Corona-Pandemie die Existenz von Unternehmen gefährdet. Viele, vor allem kleinere Betriebe, haben eine zu geringe Bonität, um längere Schließungen verkraften zu können.

Forschung

Homeoffice nach Corona: Erwartete Nutzung steigt weiter

Nach dem Ausbruch der Corona-Pandemie hatten viele Unternehmen in Deutschland mit einer auf lange Sicht anhaltenden Ausweitung ihrer Homeoffice-Angebote gerechnet. Eine Unternehmensbefragung des ZEW Mannheim im Juni 2021 bestätigt, dass diese anfänglichen Prognosen nicht überschätzt waren. Vielmehr hat mittlerweile ein Teil der Unternehmen die eigenen Erwartungen bezüglich der Homeoffice-Nutzung nach der Pandemie sogar nach oben korrigiert. Zudem zeigt die Befragung, dass vor allem größere Unternehmen weitere Teile ihrer Belegschaft zusätzlich mit mobilen, digitalen Endgeräten ausgestattet haben.

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Forschung

Den Corona-Steuerhilfen in Deutschland fehlt es an Durchschlagskraft

Die bisherigen Corona-Steuerhilfen sind in Deutschland insgesamt zu zaghaft, um die Folgen der Krise abzufedern. So entlasten die Maßnahmen in ihrer aktuellen Form hauptsächlich große Unternehmen. Kleine Unternehmen und Start-ups profitieren kaum. Weitere steuerliche Maßnahmen sind daher nötig, damit deutsche Unternehmen gut aus der Krise kommen.

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Forschung

Starker Insolvenzanstieg bei kleineren Firmen sowie Einzelunternehmenden erwartet

Insolvenzen von Unternehmen

Aufgrund der ausgesetzten Insolvenzantragspflicht sind die Insolvenzanträge 2020 auf ein Rekordtief gesunken, trotz schlechter Geschäftsaussichten. Es droht nun in den kommenden Monaten ein erneuter Anstieg an Insolvenzen, hauptsächlich im Dienstleistungs- und Handelssektor. Auch kleinere, ältere sowie Einzelunternehmen werden mit der Insolvenzantragspflicht wieder deutlich mehr Insolvenzen verzeichnen.

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Forschung

Corona-Krise hemmt Innovationsaktivitäten von Unternehmen

Das aktuelle Jahresgutachten der Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI), das heute der Bundeskanzlerin pandemiebedingt virtuell übergeben wurde, analysiert u. a. die Auswirkungen der Corona-Krise auf Forschungs- und Innovationsaktivitäten (F&I) von Unternehmen und bezieht Stellung zur aktuellen F&I-Politik der Bundesregierung.

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