Veranstaltungsreihen
Finanzmarktregulierung | Konsolidierung Bankensektor | Reformprozess | Finanzmarkt | Reformmaßnahmen | Finanzkrise | Wirtschaftspolitik aus erster Hand
Bundesbank-Vizepräsidentin Prof. Dr. Claudia M. Buch bei ihrem Vortrag am ZEW zu den G20-Finanzmarktreformen.

Bereits kurz nach Ausbruch der Finanzkrise im Jahr 2007 hatte sich die Gruppe der zwanzig wichtigsten Industrie- und Schwellenländer – kurz G20 – im November 2008 auf Reformmaßnahmen verständigt, um künftigen Krisen an den globalen Finanzmärkten vorzubeugen. Am Ende des diesjährigen G20-Gipfels in Hamburg stimmten die Staats- und Regierungschefs einem strukturierten Rahmen für die Evaluierung der bisherigen Reformen zu. Was ist aus den G20-Reformzielen geworden? Sind Finanzkrisen heute weniger wahrscheinlich und die Kosten der jüngsten Konjunkturschocks inzwischen kalkulierbar? Und wo befinden sich Schnittstellen zur Geldpolitik? Um diese Fragen ging es Prof. Dr. Claudia M. Buch, Vizepräsidentin der Deutschen Bundesbank, in der Vortragsreihe Wirtschaftspolitik aus erster Hand am Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) am 17. Oktober 2017 in Mannheim. Ihr Credo: Während die Verantwortung für Finanzstabilität auf nationaler Ebene liegt, sollten die globalen Reformen dazu stets auf internationaler Ebene analysiert und bewertet werden.

Veranstaltungsreihen
Digitalisierung | Großveranstaltung | Automatisierte Produktion | Wirtschaftspolitik aus erster Hand
Debattierten auf dem Podium (v.l.): Steven Tadelis, Hal Varian, Moderator Martin Peitz und ZEW-Präsident Achim Wambach.

Das Phänomen Datenökonomie bringt Chancen, Herausforderungen und Risiken mit sich. Wenn im Zuge der Digitalisierung in zunehmendem Maß Daten verfügbar gemacht und verarbeitet werden, mit welchen Konsequenzen müssen wir dann mit Blick auf Marktmacht, Verbraucherschutz, Urheberrecht und Regulierung rechnen? Und wie sieht das Verhältnis des Einzelnen zu großen Unternehmen in der neuen Datenökonomie aus? Um diese Fragen ging es bei der Podiumsdiskussion, die sich an den Vortrag von Prof. Hal Varian, Ph.D. in der Veranstaltungsreihe Wirtschaftspolitik aus erster Hand am Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) am 23. Juni 2017 in Mannheim anschloss.

ZEW Lunch Debate in Brüssel
Europäischer Fiskalrat | Europäische Union | Fiskalpolitik | ZEW Lunch Debates
Auf dem Podium (v.l.): Xavier Debrun, Niels Thygesen, Friedrich Heinemann und Moderatorin Maithreyi Seetharaman.

Die Europäische Union und ihre Organe genießen nicht unbedingt den Ruf, Entscheidungen schnell zu treffen und umzusetzen. Mit dem Beschluss für die Schaffung eines neuen Europäischen Fiskalrats („European Fiscal Board“, kurz EFB) im Oktober 2015, hatte es die EU-Kommission allerdings eilig. Bereits ein Jahr später nahm der EFB seine Arbeit auf. Das beratende Gremium soll vor allem die Implementierung des Fiskalpakts überwachen, eng mit den nationalen Fiskalräten zusammenarbeiten und die EU-Kommission regelmäßig über Zustand und Entwicklung der Fiskalpolitik auf europäischer und nationalstaatlicher Ebene informieren. Arbeitet der EFB dabei tatsächlich so unabhängig wie geplant? Hat er sich in den Monaten seit seiner Gründung als effektiv erwiesen oder wurde die Brüsseler Bürokratie lediglich um einen weiteren Apparat bereichert? Und welche Bedeutung soll und muss dem EFB künftig zukommen? Um diese zentralen Fragen ging es bei der ZEW Lunch Debate am 27. April 2017 in der Brüsseler Vertretung des Landes Baden-Württemberg bei der EU.

Veranstaltungen
ZEW | Baden-Württemberg | Landesregierung | Europa | Gedenkveranstaltung
ZEW-Präsident Achim Wambach begrüßt die rund 300 Gäste der Gedenkveranstaltung für Lothar Späth.

Mit der Globalisierung und einhergehenden Phänomenen wie Migration, Klimawandel und Digitalisierung steht Europa vor enormen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Veränderungen. Prof. Dr. h.c. Lothar Späth, ehemaliger Ministerpräsident Baden-Württembergs und Mitinitiator des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), hat diese Herausforderungen antizipiert, seine Gedanken dazu sind hochaktuell. Bei der gemeinsamen Gedenkveranstaltung der baden-württembergischen Landesregierung und des ZEW in Mannheim am 21. März 2017 setzten sich ZEW-Präsident Prof. Achim Wambach, Ph.D, Ministerpräsident Winfried Kretschmann MdL und EU-Kommissar Günther H. Oettinger jeweils mit dem geistigen und wirtschaftspolitischen Erbe Lothar Späths auseinander – und betonten gleichsam, welche Handlungsmaximen sich für Europa daraus ergeben.

Veranstaltungsreihen
Brexit | Europäische Union | EZB | Europa | Wirtschaftspolitik aus erster Hand | Eurokrise
Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Hans-Werner Sinn bei seinem Vortrag am ZEW zur Neugründung Europas nach dem Brexit.

Brexit, Trump, Flüchtlingszustrom, Eurokrise – angesichts akuter Probleme in Europa stellt sich die Frage nach dem künftigen Weg und Fortbestehen der Europäischen Union. Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Hans-Werner Sinn, ehemaliger Präsident des ifo-Instituts und einer der meinungsstärksten Ökonomen Deutschlands, hat am 1. Februar 2017 sein 15-Punkte-Programm für die Neugründung Europas nach dem Brexit vorgestellt – und dabei deutlich gemacht, welche Reformen die EU und Deutschland dringend nötig haben. Rund 350 Gäste und Führungskräfte aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft verfolgten mit großem Interesse den Vortrag in der Veranstaltungsreihe Wirtschaftspolitik aus erster Hand am Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim.

ZEW Lunch Debate in Brüssel
ZEW Lunch Debates | EU-Politik | Unternehmensbesteuerung | Körperschaftsteuerrecht | Körperschaftsteuer
Über den Reformvorschlag diskutieren Vanessa Houlder, Gaëtan Nicodème, Christoph Spengel und Stef van Weeghel.

Die Europäische Union konfrontiert grenzüberschreitend tätige Unternehmen gegenwärtig mit 28 verschiedenen Körperschaftsteuergesetzgebungen. Dies kann Doppelbesteuerung hervorrufen und öffnet aggressiver Steuerplanung Tür und Tor. Um die steuerlichen Rahmenbedingungen für Unternehmen europaweit effizienter zu gestalten, hat die EU-Kommission ihren Vorschlag für eine Gemeinsame konsolidierte Körperschaftsteuer-Bemessungsgrundlage (GKKB) aus dem Jahr 2011 im Oktober 2016 neu aufgelegt. Welche Konsequenzen bringt die geplante Neuregelung für die EU-Mitgliedstaaten und Unternehmen mit sich? Diese Frage stand im Mittelpunkt der ZEW Lunch Debate "A New Proposal for Corporate Tax Reform: Is the CCCTB a Comprehensive Answer to Tax Challenges in our Globalised Economy?" am 25. Januar 2017 in der Brüsseler Vertretung des Landes Baden-Württemberg bei der EU.