Veranstaltungsreihen
Wirtschaftspolitik aus erster Hand | Europa | Deutschland | Reformmaßnahmen | Sachverständigenrat zur Beurteilung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung
Der Wirtschaftsweise Prof. Dr. Christoph M. Schmidt bei seinem Vortrag am ZEW.

Europa steht momentan wirtschaftlich gut da, Deutschland seit geraumer Zeit noch besser. Die künftige Bundesregierung sollte den konjunkturellen Rückenwind für Reformen nutzen – angesichts großer Herausforderungen wie demographischem Wandel, Klimaschutz, Migration, Digitalisierung und der Weiterentwicklung Europas. Auf diese Essenz brachte Prof. Dr. Christoph M. Schmidt, Vorsitzender der sogenannten Wirtschaftsweisen und Präsident des RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung, das Jahresgutachten 2017/18 des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung am Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim. Schmidt stellte in der Vortragsreihe „Wirtschaftspolitik aus erster Hand“ am 28. November 2017 die Schlaglichter des aktuellen Gutachtens vor und machte deutlich, wo die Akzente für eine nachhaltige Wirtschaftspolitik in Deutschland und Europa aus Sicht der Wirtschaftsweisen gesetzt werden sollten.

ZEW Lunch Debate in Brüssel
ZEW Lunch Debates | Europa | Business Angels | Innovation | Innovationsförderung
Bei der ZEW Lunch Debate ging es um die Bedeutung von Business Angels als Förderquelle für innovative Start-ups.

Europa steht vor einem Innovationsrätsel. Trotz hoher Forschungsinvestitionen und marktführender globaler Unternehmen, kommen disruptive und radikale Innovationen meist aus anderen Teilen der Welt. Ein Grund dafür sind finanzielle Engpässe europäischer Unternehmen – diese finanzielle Förderungslücke schließen sogenannte Business Angels, private Investoren, die junge Unternehmen und Start-Ups mit Kapital und Erfahrung unterstützen. Wie kann Europa von Investitionen der Business Angels stärker profitieren? Diese zentrale Frage stand im Mittelpunkt der ZEW Lunch Debate „On Angels’s Wings: Can Business Angels Stimulate European Innovation?“ am 22. November 2017 in der Brüsseler Vertretung des Landes Baden-Württemberg bei der Europäischen Union.

Veranstaltungsreihen
Finanzmarktregulierung | Konsolidierung Bankensektor | Reformprozess | Finanzmarkt | Reformmaßnahmen | Finanzkrise | Wirtschaftspolitik aus erster Hand
Bundesbank-Vizepräsidentin Prof. Dr. Claudia M. Buch bei ihrem Vortrag am ZEW zu den G20-Finanzmarktreformen.

Bereits kurz nach Ausbruch der Finanzkrise im Jahr 2007 hatte sich die Gruppe der zwanzig wichtigsten Industrie- und Schwellenländer – kurz G20 – im November 2008 auf Reformmaßnahmen verständigt, um künftigen Krisen an den globalen Finanzmärkten vorzubeugen. Am Ende des diesjährigen G20-Gipfels in Hamburg stimmten die Staats- und Regierungschefs einem strukturierten Rahmen für die Evaluierung der bisherigen Reformen zu. Was ist aus den G20-Reformzielen geworden? Sind Finanzkrisen heute weniger wahrscheinlich und die Kosten der jüngsten Konjunkturschocks inzwischen kalkulierbar? Und wo befinden sich Schnittstellen zur Geldpolitik? Um diese Fragen ging es Prof. Dr. Claudia M. Buch, Vizepräsidentin der Deutschen Bundesbank, in der Vortragsreihe Wirtschaftspolitik aus erster Hand am Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) am 17. Oktober 2017 in Mannheim. Ihr Credo: Während die Verantwortung für Finanzstabilität auf nationaler Ebene liegt, sollten die globalen Reformen dazu stets auf internationaler Ebene analysiert und bewertet werden.

Veranstaltungsreihen
Digitalisierung | Großveranstaltung | Automatisierte Produktion | Wirtschaftspolitik aus erster Hand
Debattierten auf dem Podium (v.l.): Steven Tadelis, Hal Varian, Moderator Martin Peitz und ZEW-Präsident Achim Wambach.

Das Phänomen Datenökonomie bringt Chancen, Herausforderungen und Risiken mit sich. Wenn im Zuge der Digitalisierung in zunehmendem Maß Daten verfügbar gemacht und verarbeitet werden, mit welchen Konsequenzen müssen wir dann mit Blick auf Marktmacht, Verbraucherschutz, Urheberrecht und Regulierung rechnen? Und wie sieht das Verhältnis des Einzelnen zu großen Unternehmen in der neuen Datenökonomie aus? Um diese Fragen ging es bei der Podiumsdiskussion, die sich an den Vortrag von Prof. Hal Varian, Ph.D. in der Veranstaltungsreihe Wirtschaftspolitik aus erster Hand am Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) am 23. Juni 2017 in Mannheim anschloss.

ZEW Lunch Debate in Brüssel
Europäischer Fiskalrat | Europäische Union | Fiskalpolitik | ZEW Lunch Debates
Auf dem Podium (v.l.): Xavier Debrun, Niels Thygesen, Friedrich Heinemann und Moderatorin Maithreyi Seetharaman.

Die Europäische Union und ihre Organe genießen nicht unbedingt den Ruf, Entscheidungen schnell zu treffen und umzusetzen. Mit dem Beschluss für die Schaffung eines neuen Europäischen Fiskalrats („European Fiscal Board“, kurz EFB) im Oktober 2015, hatte es die EU-Kommission allerdings eilig. Bereits ein Jahr später nahm der EFB seine Arbeit auf. Das beratende Gremium soll vor allem die Implementierung des Fiskalpakts überwachen, eng mit den nationalen Fiskalräten zusammenarbeiten und die EU-Kommission regelmäßig über Zustand und Entwicklung der Fiskalpolitik auf europäischer und nationalstaatlicher Ebene informieren. Arbeitet der EFB dabei tatsächlich so unabhängig wie geplant? Hat er sich in den Monaten seit seiner Gründung als effektiv erwiesen oder wurde die Brüsseler Bürokratie lediglich um einen weiteren Apparat bereichert? Und welche Bedeutung soll und muss dem EFB künftig zukommen? Um diese zentralen Fragen ging es bei der ZEW Lunch Debate am 27. April 2017 in der Brüsseler Vertretung des Landes Baden-Württemberg bei der EU.

Veranstaltungen
ZEW | Baden-Württemberg | Landesregierung | Europa | Gedenkveranstaltung
ZEW-Präsident Achim Wambach begrüßt die rund 300 Gäste der Gedenkveranstaltung für Lothar Späth.

Mit der Globalisierung und einhergehenden Phänomenen wie Migration, Klimawandel und Digitalisierung steht Europa vor enormen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Veränderungen. Prof. Dr. h.c. Lothar Späth, ehemaliger Ministerpräsident Baden-Württembergs und Mitinitiator des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), hat diese Herausforderungen antizipiert, seine Gedanken dazu sind hochaktuell. Bei der gemeinsamen Gedenkveranstaltung der baden-württembergischen Landesregierung und des ZEW in Mannheim am 21. März 2017 setzten sich ZEW-Präsident Prof. Achim Wambach, Ph.D, Ministerpräsident Winfried Kretschmann MdL und EU-Kommissar Günther H. Oettinger jeweils mit dem geistigen und wirtschaftspolitischen Erbe Lothar Späths auseinander – und betonten gleichsam, welche Handlungsmaximen sich für Europa daraus ergeben.