Das in diesem Research Seminar vorgestellte Papier beschäftigt sich mit optimaler Steuerkorrektur sowie optimaler Einkommensumverteilung. Die Pigou-Umweltsteuer ist höher, wenn Umweltschäden ärmere Teile der Bevölkerung aufgrund der Gleichgewichtung von Verschmutzungsschäden unverhältnismäßig stark belasten. Darüber hinaus sollte unter Beachtung der allgemeinen Nutzenfunktionen die optimalen Umweltsteuer unter der Pigou-Steuer liegen, wenn die ärmere Bevölkerung einen unverhältnismäßig hohen Anteil ihres Einkommens für umweltschädliche Güter ausgibt. Wenn jedoch die Güterpräferenzen der polaren Form von Gorman (1961) entsprechen, sollte sich die optimale Umweltsteuer nach der ersten Regel für die Pigou-Korrektursteuer richten, auch für den Fall, dass die Regierung Einkommen umverteilen will und die ärmere Bevölkerung einen unverhältnismäßig hohen Anteil ihres Einkommens für umweltschädliche Güter ausgibt. Die häufig verwendeten quasi-linearen CES- und Stone-Geary-Nutzenfunktionen gehören alle zur Klasse der Gorman’schen polaren Form. Wenn die Präferenzen Gorman-polar sind und wenn die Umweltsteuer nicht optimiert ist, gibt es Pareto-verbessernde grüne Steuerreformen, die die Umweltsteuer der Pigou-Steuer annähert. Simulationen zeigen, dass optimale Steuerkorrekturen nach den Grundsätzen von Pigou konzipiert sein sollten, wenn die Nachfrage nach umweltschädlichen Gütern von einem LES-Nachfragesystem abgeleitet wird. Wenn die Nachfrage nach umweltschädlichen Gütern allerdings aus einem PIGLOG-Nachfragesystem abgeleitet wird, sollten optimale Korrektursteuern von den Pigou-Steuern jedoch abweichen.

Standort

Termin

17.04.2018 | 12:30 - 14:00

Veranstaltungsort

Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung GmbH (ZEW)

L 7, 1 68161 Mannheim

Raum

Brüssel