Im Rahmen der Veranstaltung wird untersucht, wie Studierende ihre Präferenzen bezüglich ihrer Wunschuniversität bilden. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Fragestellung, inwiefern der Zeitpunkt, zu dem die Studierenden eine Zusage erhalten, das Matching-Ergebnis beeinflusst. Mithilfe von Daten des Bewerbungsportals „Hochschulstart“ konnte festgestellt werden, auf welche Art und Weise Studierende nach dem Erhalt einer Zusage von einer Universität ihre Präferenzlisten neu ordnen. Der Further-Deferred-Acceptance-Mechanismus (FDA), der beim Zulassungsprozess von „Hochschulstart“ verwendet wird, basiert auf dem University-Proposing-Deferred-Acceptance-Mechanismus. Im Unterschied zum Standardverfahren ist im FDA-Mechanismus die erste Phase des Mechanismus erweitert und dynamisch gestaltet. Die Ergebnisse der Studie weisen darauf hin, dass eine Zusage von einer Universität zu einem frühen Zeitpunkt die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass der oder die Studierende den Platz tatsächlich annimmt. Die Studie geht davon aus, dass der zeitintensive Prozess der Informationssuche und -verarbeitung ausschlaggebend für diese Entscheidung ist. Schließlich wird in der Arbeit ein Modell vorgeschlagen, aus dem sich komparative, statistische Prognosen ableiten lassen. In diesem Fall können eine Vielzahl alternativer Erklärungen in diesen Zusammenhang ausgeschlossen werden.

Redner

Prof. Julien Grenet, Ph.D.

Paris School of Economics

Standort

Termin

15.02.2018 | 14:00 - 15:30

Veranstaltungsort

Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung GmbH (ZEW)

L 7, 1 68161 Mannheim

Raum

Heinz-König-Hall

Einheit
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