Die umweltpolitische Vorreiterrolle Deutschland wurde in der Vergangenheit mit First Mover Advantages begründet, d.h. mit ökonomischen Vorteilen, die sich durch frühes technologisches Umsteuern vor allem für die Exportindustrie ergeben. Diese Begründung ist vor dem Hintergrund der Erfahrungen mit der deutschen Solarindustrie fraglich geworden. Zudem erfordern es die globalen Zusammenhänge, Vorreiterpotentiale nicht nur für Länder wie Deutschland oder für Staatengemeinschaften wie die EU aufzuzeigen, sondern auch die spezifischen Interessenlagen anderer EU-Mitgliedsstaaten oder von nach- und überholenden Volkswirtschaften zu integrieren.

Das Projekt LEAD MARKETS hat Konzepte zu First und Second Mover Strategien untersucht. Zudem wurde in sechs Fallstudien zu Solarenergie, E-Mobilität, Wasserrecycling, Biotreibstoffen für den Luftverkehr, energieeffizienten Kühlschränken und zu energieeffizienten Kohlekraftwerken analysiert, ob und in welchen Bereichen solche Vorteile existieren. Darauf aufbauend wurden Politikstrategien für eine neue Vorreiterpolitik entwickelt.

Die Konzepte, Ergebnisse aus den Fallstudien und die Politikstrategien sollen auf dieser Konferenz vorgestellt und diskutiert werden. Es handelt sich um die Abschlusskonferenz des Projekts: "Lead Market-Strategien: First Mover, Early Follower, Late Follower" (LEAD MARKETS) im Rahmen des Förderschwerpunkts "Wirtschaftswissenschaften für Nachhaltigkeit" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Die Teilnahme an der Konferenz ist frei.

Die Konferenzsprache ist Deutsch.

Programm

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Registrierung

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Anfahrtsbeschreibung

Termin

27.09.2013

Veranstaltungsort
ZEW, L 7,1 D-68161 Mannheim