Untersucht wird eine Prinzipal-Supervisor-Agenten-Beziehung, bei der es zwischen dem Agenten und dem Supervisor zu Kollusionen kommen kann. Der Supervisor beobachtet ein informatives Signal, durch das er Rückschlüsse auf die Produktionskosten des Agenten ziehen kann. Es wird gezeigt, dass der Prinzipal den Gewinn, den er erhalten würde, wenn er direkten Zugriff auf die Informationen des Supervisors hätte, trotz der Kollusion fast vollständig realisieren kann. Der angewandte Mechanismus besteht aus zwei Phasen: Als erstes werden die Auszahlungen nach dem Zufallsprinzip ermittelt. In dieser Stufe weiß nur der Supervisor, wie hoch der realisierte Gewinn ist. In der nachfolgenden Phase werden Agent und Supervisor gebeten, ihre privaten Informationen mitzuteilen. Wenn der Agent den Supervisor über seinen realisierten Gewinn informiert, so kann das zwischen den beiden Akteuren zu einer endogenen Informationsasymmetrie führen. Als Folge können die beiden Parteien meist zu keiner profitablen Kollusionsvereinbarung kommen. Im Gegensatz zu den Forschungsergebnissen in der einschlägigen Literatur, kommt diese Studie zu dem Schluss, dass ein besser informierter Supervisor den Prinzipal strikt besser stellt. Diese Ergebnisse stehen somit den gängigen Anwendungen von Einschränkungen im Mechanismusdesign mit Kollusionen gegenüber. Dabei zeigt sich, dass einfache Hochrechnungen „direkter“ Mechanismen, bei denen alle Agenten ihre Informationen zur gleichen Zeit und in derselben Phase mitteilen, zu einem strikt suboptimalen Ergebnis führen können.

Die Veranstaltung findet auf englischer Sprache statt.

Termin

20.06.2017 | 13:00 - 14:30

Veranstaltungsort
ZEW, L 7,1 D-68161 Mannheim
Raum
Raum 2
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